Die Dirks. Comic-Pioniere aus “Schleswick-Holstein”

Comics, oder Graphic Novels, wie man die gehobene Text-Bildliteratur seit einigen Jahren auch in Deutschland gerne bezeichnet, boomen. Dass wichtige Teile dessen, was eine narrative Bildergeschichte ausmacht von schleswig-holsteinischen Auswanderern geschaffen wurden, ist außerhalb der Comic-Szene wenig bekannt. Dabei handelt es sich um ein Kulturthema des Landes, das Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann.

 

Stellen Sie sich vor, Sie schlagen eine Zeitung auf und der noch heute in fast jedem Blatt übliche Comic-Strip taucht nicht irgendwo bei der Wettervorhersage auf,  sondern nimmt eine ganze Seite ein. Die knallbunten Bilder springen Ihnen förmlich entgegen. „Ach Himmel, my Fiddle!“ ruft in einem Bild ein verzweifelter Mann und paddelt in einem See seinem Instrument hinterher. Dieses ist mit einem Seil um den Hals einer Gans gebunden. Er ist – wie viele vor und nach ihm – Opfer eines Streiches der Katzenjammer Kids geworden. Sie schmunzeln und blättern um. Überall kriecht und krabbelt es munter vor sich hin. Glühwürmchen machen sich als Lampen nützlich, Raupen und Schnecken als Ersatz für Pferde und Schneeglöcken als Hochzeitsglocken. Sie sind in Bugville, einer Insektenstadt, einem gezeichneten Mikrokosmos.

 

The Katzenjammer Kids und Latest News from Bugville (und ähnlich lautende Bugville-Titel) sind die Comic-Reihen der Brüder Dirks. Riesengroß sind sie ab Ende des 19. Jahrhunderts sonntags in den auflagenstärksten New Yorker Zeitungen zu finden.

 

Tim Eckhorst erzählt die Geschichte von Rudolph und Gus Dirks, den Comicpionieren mit Schleswig-Holsteinischen Wurzeln

 

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