Die Chaussee Altona–Kiel: Verkehrsachse, Denkmal, Biotop

In einem umfassenden Großprojekt erforscht der Schleswig-Holsteinische Heimatbund die Geschichte der 1833 eröffneten Chaussee Altona-Kiel. Die Verkehrsachse markiert den Beginn des modernen Straßenbaus in Schleswig-Holstein und schaffte die Grundlage für leistungsfähigen Warenaustausch und Personentransport im Land.


Mit diesem Bauvorhaben begann der moderne Straßenbau in Schleswig-Holstein: Am 1. Juli 1833 eröffnete Frederik VI, König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein, in einer feierlichen Zeremonie die neue Chaussee von Altona nach Kiel an der nach ihm benannten Friedrichsbrücke in Bad Bramstedt.

So verkürzte sich die Reisezeit von Altona nach Kiel durch die rund 92 Kilometer lange Chaussee von vormals 24 auf nunmehr 10 Stunden und schaffte die Grundlage für einen leistungsfähigen Warenaustausch und Personentransport, ohne den eine moderne industrielle Produktion nicht möglich gewesen wäre.

Die Chaussee Altona-Kiel – später Bundesstraße 4 – mit ihren Alleebäumen, Meilensteinen, Granitbogenbrücken, Mauthäusern und vielem mehr, hat seitdem viele Wandlungen erfahren und wurde den Erfordernissen des modernen Automobilverkehrs angepasst. Viele historische Objekte schlummern noch im Verborgenen. Ein Netzwerk aus Vertretern von Anliegergemeinden, Landesbehörden, dem Landesnaturschutzbeauftragten des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds und engagierten Einzelpersonen hat die Chaussee Altona-Kiel als bedeutende Infrastruktureinrichtung des 19. Jahrhunderts erkannt und bemüht sich darum, die Bedeutsamkeit dieser ersten Kunststraße Schleswig-Holsteins und ihrer Allee wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Ziel ist es, die historische Allee an der Chaussee zu erhalten oder wieder herzustellen, historische Objekte wie Meilensteine, Brücken, Chausseehäuser zu präsentieren und die Geschichte der Chaussee im Wandel der Zeit bekannt zu machen.

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Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie unter www.altona-kiel.de.

Heinrich Kautzky, Projektleiter
Bernadett Skala, Bildungsreferentin beim
Schleswig-Holsteinischen Heimatbund