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Das Adventskonzert des Stephansorchesters unter neuer Leitung Das Adventskonzert des Stephansorchesters findet in diesem Jahr am Sonntag, den 7.12.2025 um 18 Uhr in der Stephanskirche in Schenefeld, Hauptstr. 39, statt. Neuer
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Das Adventskonzert des Stephansorchesters unter neuer Leitung
Das Adventskonzert des Stephansorchesters findet in diesem Jahr am Sonntag, den 7.12.2025 um 18 Uhr in der Stephanskirche in Schenefeld, Hauptstr. 39, statt.
Neuer musikalischer Leiter und Dirigent des Orchesters seit dem Juli dieses Jahres ist Andreas Lübke, der nach langjähriger Tätigkeit als Pianist und Dirigent in Süddeutschland kürzlich wieder zurück in seine Heimatstadt Hamburg gezogen ist. Das Orchester ist sehr erfreut, dass er bereit war, die musikalische Leitung zu übernehmen.
Das Konzert am 2. Adventssonntag wird mit der Ouvertüre zur Oper „Titus“ von Wolfgang Amadeus Mozart eröffnet. Mozart hat das Werk in nur 18 Tagen für die Feierlichkeiten zur Krönung von Leopold II. zum König von Böhmen geschrieben.
Unter der damaligen Leitung von Johannes Walde hat das Orchester im Jahr 1989 den ganzen „Titus“ im Bürger- und Kultursaal der Stadt Schenefeld aufgeführt. Viele der Sängerinnen gehörten der „Jungen Oper Hamburg“ an, die damals von Andreas Lübke, damals noch Student an der Musikhochschule Hamburg, auf die Aufführung vorbereitet wurden. Für den neuen Dirigenten schließt sich mit der Aufführung der Titus-Ouvertüre somit ein Kreis, der vor 36 Jahren begonnen hat.
Als zweite Werk des Abends wird, ganz der Orchestertradition folgend, ein Solokonzert aufgeführt. Dabei handelt es sich diesmal um das Harfenkonzert op. 154 von Camille Saint-Saëns (1835–1921), der das Werk 1918 als 83-jähriger komponierte. Es gehört zu seinen letzten Werken. Es ist kein traditionelles dreisätziges Konzert, sondern ein zusammenhängendes, relativ kurzes Stück, das die Harfe als virtuoses Soloinstrument in den Vordergrund stellt. Das Stück ist bekannt für seine schnellen Glissandi, komplexen Arpeggien und brillanten Passagen, die eine hohe technische Finesse von der Solistin verlangen. Es ist eines der schönsten und wichtigsten Stücke des französischen Repertoires für Harfe und wird oft als Prüfstein für Harfenisten verwendet.
Das Orchester konnte für den Solopart die erst dreiundzwanzigjährige Dariia Ahapova gewinnen. Sie wurde in der Ukraine (Kiew) geboren, hat bereits im Alter von nur 7 Jahren begonnen, Harfe zu spielen. Sie wurde aufgrund ihres Talentes sofort in die Klasse von Diana Korchynska an der renommierten Musikschule Nr. 4 („Musikschule Dmitri Schostakowitsch“) aufgenommen. Ihre Begeisterung und ihr Talent für die Harfe führten sie an das renommierte Musikgymnasium in Charkiw, wo sie 15-jährig ab 2017 bei Larysa Klievtsova studierte.
Ahapova nahm schon früh an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie hat inzwischen auch langjährige Erfahrung als Solistin und nahm an zahlreichen Meisterkursen teil.
2019 begann Dariia Ahapova ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in der Klasse von Professor Xavier de Maistre, und setzte ab 2023 dort auch ihr Masterstudium fort. Das Harfenkonzert von Saint-Saëns gibt ihr die Gelegenheit, ihre eindrucksvolle Technik und ihre musikalische Ausdruckskraft zu zeigen.
Zum Abschluss des Abends wird die 3. Sinfonie von Franz Schubert (1797-1828) gespielt. Diese Sinfonie komponierte er als achtzehnjähriger neben seinem Schuldienst als Aushilfslehrer für ein Laienorchester, in dem er selbst die Bratsche spielte. 1815 hat es wohl eine Aufführung im privaten Kreis gegeben, öffentlich aufgeführt wurde diese Sinfonie aber erst 1877 in London, gedruckt erst 1884 in der Gesamtausgabe, die Brahms befürwortet hatte. Angesichts der Heiterkeit und Qualität dieses Werkes ist verwunderlich, dass es erst lange nach seinem Tode in der Musikwelt bekannt gemacht und gewürdigt wurde.
Johannes Walde wird in bewährter unterhaltsamer Manier das Konzert moderieren und dabei viele weitere interessante Details zum Verständnis der Werke im Programm zum Besten geben.
Alle Musikinteressierten sind herzlich zu diesem vorweihnachtlichen Konzert eingeladen. Der Eintritt ist wie immer frei. Für den Besuch ist keine vorherige Reservierung erforderlich.
Öffnungszeiten
18:00

