März 2020

01mär10:0010jan(jan 10)18:00verlängertAlkersum: SeestückeVon der Romantik bis zur klassischen ModerneMuseum Kunst der Westküste

Details

Die Wahrnehmung des Meeres unterliegt stetigem Wandel. Der norwegische
Maler Johan Christian Dahl etwa orientierte sich stark an der Wirklichkeit und
beeinflusste mit seiner realistischen Sicht auf die Gefahren der See eine Vielzahl
weiterer norwegischer und deutscher Maler. Mit der wachsenden Beliebtheit
von Küsten und Stränden als Orten der Erholung und Inspiration rückten abgelegene
Regionen in den Fokus, beispielsweise die Spitze Nordjütlands mit ihrem
scheinbar unendlich langen Sandstrand, wo Nord- und Ostsee aufeinandertreffen.
Die Maler*innen jener Skagener Künstlerkolonie fanden hier zu einer sehr
eigenständigen Bildsprache – als Resultat ihrer Auseinandersetzung mit den
damals aktuellen, realistischen und impressionistischen Strömungen, die sich
in Frankreich entfalteten. Die Vertreter*innen der Klassischen Moderne wiederum
beschworen mit dem Motiv Meer oftmals einen Ort, an den der Betrachter
immer wieder sehnsuchtsvoll zurückkehren möchte. Im Expressionismus lösten
sich die Künstler*innen dann vom Naturvorbild und fanden zu einer sehr subjektiven
Bildsprache, die das Meer zur Metapher ihrer inneren Befindlichkeiten
werden ließ. Für Max Beckmann etwa wurde es zum Symbol der Ewigkeit.
Seestücke. Von der Romantik bis zur Klassischen Moderne gibt einen Überblick
über die Entwicklung der Bildgattung Seestück und begleitet sinnfällig die auf
die Gegenwartskunst fokussierende Parallelschau See Stücke. Fakten und Fiktion.
Unter den 28 vertretenen Künstler*innen sind etwa Andreas Achenbach, Peder
Severin Krøyer, Edvard Munch und Hendrik Willem Mesdag.

Bild:

HEINRICH CARL LUDWIG GÄTKE
Seesturm vor Helgoland, 1844

Öl auf Eichenholz, 20,3 x 28,5 cm
Museum Kunst der Westküste, Alkersum/Föhr

Zeit

März 1 (Sonntag) 10:00 - Januar 10 (Sonntag) 18:00

Veranstaltungsort

Museum Kunst der Westküste

Hauptstraße 1, 25938 Alkersum

X
X