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2024Fr07junganztägigFr19julRendsburg: Heroes of WorkManfred G. Schwellies, Fotografie u. Berthold Grzywatz, Plastik.VeranstaltungsartAusstellungDiese Veranstaltung ist …barrierefrei zugänglich,kostenlosRegionKiel / Rendsburg-Eckernförde

Zeit

7. Juni 2024 - 19. Juli 2024 (ganztägig)(GMT+02:00)

Veranstaltungsort

Galerie Der Lokschuppen

Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

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Details

Unter dem Titel „Heroes of Work“ zeigt die Galerie [ Der Lokschuppen ] Fotografie von Manfred G. Schwellies und Plastiken von Berthold Grzywatz.
Manfred G. Schwellies, zurzeit in Bad Karlshafen lebend, ist als Fotodesigner, Industrie- und Produktfotograf gefragt, zudem hat er sich international einen Namen in der künstlerischen Fotografie gemacht. Schon 1978 wird er auf der Photokina Köln für seine künstlerische Leistungen ausgezeichnet und nur wenige Jahre später in die Deutsche Gesellschaft für Photographie berufen. Seine Ausbildung erhält er zunächst im Fotostudio der Karstadt AG, anschließend an der Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in Dortmund.
Mitte der achtziger Jahre unterbricht Schwellies seine freiberufliche Tätigkeit, um ein Studium der Theologie und Philosophie in Augsburg aufzunehmen. Nicht zufällig führt ihn das Studium künstlerisch mit den Themen Wahrnehmung, Persönlichkeit und Identität zur Fotocollage und experimentellen Portraitfotografie. Die Dokumentation bleibt unterdessen ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit, die uns in der Werkreihe „Heroes of Work“ begegnet. Schwellies zeigt in klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie arbeitende Menschen in der Schwerindustrie. Die Werke sind innerhalb von sechs Jahren an den verschiedensten Stätten des In- und Auslands entstanden. Sie zeigen nicht den Menschen als Teil des industriellen Prozesses, sondern sie rücken den Arbeiter in den Mittelpunkt, porträtieren ihn vor dem Hintergrund von Werkstatt und Fertigung.
Die Werke stehen weniger in der Tradition der Sozialfotografie, die im Wege der Dokumentation gesellschaftliche Ungleichheit anklagt. Schwellies begegnet dem industriellen Arbeiter vielmehr mit einem objektiven Blick, wenn auch nicht ohne Empathie. Er schenkt den Menschen Raum, hebt sie aus der Anonymität des industriellen Stoffwechsels heraus, ohne sie außerhalb ihres sozialen Kontextes zu isolieren.
Für die von der Abstraktion lebende Kunst Berthold Grzywatz‘ eine Herausforderung, auf die er variantenreich mit der Metallplastik reagiert. Die in Aluminium ausgeführten Werke sind – und darin liegt die Anknüpfung – Teil eines Fertigungsprozesses, der gleichsam industriellen Charakter trägt. Schließlich werden sie nach den Modellen des Künstlers in einer Gießerei hergestellt. Nach dem Guss bei Temperaturen von über 800° Celsius verlangen die Werke vielfältige Formen der Bearbeitung, die an den Schmutz der industriellen Rohstofffabrikation denken lässt. Am Ende, in der Ausstellungshalle, steht der Betrachter vor den hochpolierten oder gestrahlten Flächen der Plastiken, ohne von der Düsterheit der Herstellung etwas zu ahnen.

Öffnungszeiten

Di, Do, Fr, Sa: 15.00 – 19.00 Uhr; Mi: 19.30 – 21.00 Uhr

Bildnachweis

PD Dr. Berthold Grzywatz