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2024Sa22jun13:30Sa14:30Kiel: Gutes Essen – Schlechtes Essen? Was sind “hochverarbeitete Lebensmittel” und welchen Einfluss haben Sie auf unsere Gesundheit?RubrikForschung und WissenschaftVeranstaltungsart(einmalige) VeranstaltungDiese Veranstaltung ist …kostenlosRegionKiel / Rendsburg-Eckernförde

Zeit

22. Juni 2024 13:30 - 14:30(GMT+02:00)

Veranstaltungsort

Seeburg

Düsternbrooker Weg 2, 24105 Kiel

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Details

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Anja Bosy-Westphal (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde der CAU)

Hochverarbeitete Lebensmittel sind heute Teil eines modernen Lebensstils und machen in Deutschland nahezu die Hälfte der täglichen Energieaufnahme aus. Während es bislang nur eine randomisierte und kontrollierte Studie zum Einfluss von hochverarbeiteten Lebensmitteln auf die Regulation der Energiebilanz gibt, belegen zahlreiche Querschnitts- und Kohortenstudien Assoziationen zwischen dem Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel und der Mortalität bzw. der Prävalenz nicht-übertragbarer Erkrankungen (z.B. Übergewicht, Diabetes, Krebs- Herzkreislauferkrankungen, Depressionen). Als Ursache für diesen Zusammenhang werden neben einer hohen Energiedichte und einer veränderten Lebensmittelmatrix, vor allem eine ernährungsphysiologisch unausgewogene Zusammensetzung, ein hoher glykämischer Index (d.h. ein höherer Anstieg des Blutzuckerspiegels), sowie abträgliche Wirkungen von Zusatzstoffen und Kontaminanten durch Verarbeitung und Verpackung diskutiert. Um die anteilige Bedeutung dieser potenziellen Mechanismen zu verstehen und eine wissenschaftlich begründete, Risiko-assoziierte Definition hochverarbeiteter Lebensmittel zu geben, sind sowohl Interventionsstudien als auch eine bessere Erfassung der Zusammensetzung der verzehrten verarbeiteten Lebensmittel in prospektiven Kohortenstudien nötig. Auch auf die Umwelt hat der Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln einen Einfluss indem die überschaubare Anzahl der Agrarrohstoffe, die für diese Produkte im Wesentlichen verwendet werden, eine intensive Landwirtschaft und eine Reduktion der Agrobiodiversität fördern.

Bildnachweis

SHUG