Dienstag, 27. Februar 2024

2023Fr25aug19:11Fr23:59Kiel: MuseumsnachtRubrikForschung und Wissenschaft,Fotografie,Gesellschaft und Geschichte,Kunst,MusikVeranstaltungsart(einmalige) VeranstaltungRegionKiel / Rendsburg-Eckernförde

Zeit

(Freitag) 19:11 - 23:59(GMT+02:00)

Veranstaltungsort

Kiel

Rathauspl. 24103 Kiel

Details

Am Freitag, 25. August findet die Kieler Museumsnacht statt: 30 Museen, Galerien und kulturelle Einrichtungen auf dem Ost- und Westufer laden dazu ein, mit nur einem Ticket von 19 Uhr bis Mitternacht viele kulturelle Schätze zu entdecken und sich von Führungen, Vorträgen, Experimenten, Live-Musik, Performances und Mitmachangeboten begeistern zu lassen. Zahlreiche Einrichtungen bieten Sonderveranstaltungen für Kinder an.

Diese Einrichtungen sind beteiligt: ALTE MU Impuls-Werk e.V., Antikensammlung in der Kunsthalle zu Kiel, Aquarium GEOMAR,
Atelierhaus im Anscharpark, Brunswiker Pavillon, Campus der Fachhochschule Kiel, Computermuseum der Fachhochschule Kiel,
Flandernbunker, Gallery Cubeplus, Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei, Kieler Hansekogge, Kieler Kloster, Kieler Ofenmuseum,
Kunsthalle zu Kiel, Kunstraum B, Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e.V., Maschinenmuseum Kiel-Wik, Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der CAU, Museumsbrücke Seegarten, Muthesius Kunsthochschule, Schifffahrtsmuseum Fischhalle, Schleswig-Holsteinischer Landtag, spce I Muthesius, Stadtbücherei Kiel, Stadtgalerie Kiel, Stadtmuseum Warleberger Hof, Sternwarte der Fachhochschule Kiel, Theatermuseum Kiel e.V. zu Gast in der Zentralbücherei im Neuen Rathaus, Welcome Center Kieler Förde, Zoologisches Museum Kiel.

30 Museen, Galerien und kulturelle Einrichtungen auf dem Ost- und Westufer laden dazu ein, mit nur einem

Ticket von 19 Uhr bis Mitternacht viele kulturelle Schätze zu entdecken und sich von Führungen, Vorträgen, Experimenten, Live-Musik, Performances und Mitmachangeboten begeistern zu lassen. Zahlreiche Einrichtungen bieten Sonderveranstaltungen für Kinder an.

Jede Einrichtung bietet Kulturgenuss pur. Bei der Fotoaktion „Filmstar“ begeben sich Besucher*innen der Stadtbücherei mit Hilfe eines Green

Screens in eine Filmkulisse. Außerdem gastiert das Theatermuseum in diesem Jahr in der Zentralbücherei im Neuen Rathaus und bietet dort die Gelegenheit, in echte Theaterkostüme zu schlüpfen und sich in eine Rolle einzufühlen. Stimmungsvoll wird es auf dem Vorplatz des Schifffahrtsmuseums Fischhalle: Alle Interessierten sind eingeladen, dort unter freiem Himmel Tango zu tanzen.

Das Zoologische Museum ist den Nachtschwärmern im Tierreich auf der Spur und beantwortet Fragen wie: Warum heult der Wolf den Mond an? Und lassen sich Ringelwürmer bei der Paarung von den lunaren Rhythmen leiten? So macht Geschichte Spaß: In der Samariterschule der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung lernen große und kleine Gäste Erste Hilfe nach den Methoden von Friedrich von Esmarch.

Viel zu sehen für Nostalgiker*innen und Technikfans gibt es im Maschinenmuseum in der Wik, das alte Dynamos und Motoren in Betrieb zeigt. Einen Platz zum Verweilen finden die Gäste im Garten des Kieler Klosters, wo sie den Konzerten der Glockenspieler*innen im Turm lauschen können.

Kunstwerke nicht mit den Augen, sondern nur über den Tastsinn erkunden – dieses besondere Erlebnis bietet die Kunsthalle zu Kiel. Gleich nebenan in der Antikensammlung stellt die Künstlerin Catrin Huber mit Kurzfilmen, Wandmalereien und Storytelling starke Frauenfiguren aus der griechischen Tragödie in den Mittelpunkt. Im Flandernbunker werden Friedenslichter gestaltet und im Tausch gegen Kriegsspielzeug gibt es leckere Waffeln. Die Kunst von Heiko Wommelsdorf und Cindy Hennes treten in der Gallery Cubeplus miteinander in Dialog und eröffnen allen Kunstbegeisterten eine völlig neue sinnliche Erfahrung.

In der Museumsnacht präsentieren sich nicht nur Museen, sondern auch schwimmende Kulturdenkmäler – wie die Museumsschiffe an der Seegartenbrücke und die Kieler Hansekogge. Die Sonderausstellung „Weitsicht – Kieler Erfindungen für die Schifffahrt“ in den Räumlichkeiten des Vereins Maritimes Viertel erzählt unter anderem von der Kieler Freundschaft zwischen Albert Einstein und Hermann

Anschütz-Kaempfe.

Im Landtag wird getalkt: Der Journalist Carsten Kock spricht mit ehemaligen Landtagsabgeordneten. Die Installation „Future Night Train“ im

Ausstellungsraum spce I Muthesius stellt die Frage „Wie werden wir in Zukunft reisen?“. Im Welcome Center Kieler Förde können Meeresbilder auf die Leinwand gebracht werden. Im Aquarium GEOMAR lässt sich die bunte Welt der Meeresbewohner*innen bestaunen.

Der Kreativität freien Lauf lassen können Besucher*innen bei Kunstaktionen im Brunswiker Pavillon oder im Atelierhaus im Anscharpark. Ein außergewöhnliches Kunsterlebnis erwartet die Besucher*innen der Stadtgalerie: das experimentell-audiovisuelle Projekt „Ultrasocial Pop“ des Künstlers Filip Markiewicz.

Vielfalt auf dem Ostufer: Das Ofenmuseum informiert über 300 Jahre Ofengeschichte in Schleswig-Holstein. Im Computermuseum der Fachhochschule lassen sich denkmalgeschützte „Dinosaurier“ der frühen Computergeschichte bestaunen. Auf dem Campus der Fachhochschule ist für jedes Alter und jedes Interesse etwas dabei: Livemusik und Kulinarisches, Reisen zu fernen Galaxien im Mediendom, spannende Wissenschaftsvorträge und Vorführungen, Origamifalten für Kinder und vieles mehr. Die Sternwarte ermöglicht einen Blick in die Tiefen des Universums.

Bürgermeisterin Renate Treutel und die Leiterin des städtischen Amtes für Kultur und Weiterbildung Johanna Göb werden zum Beginn der Museumsnacht um 19 Uhr einen neuen, co-kreativ gestalteten Ort eröffnen. Der postGarten lässt als permakulturelle Intervention vom 26. August bis zum 10. September den Innenhof des Neuen Rathauses in neuem Glanz erstrahlen. Hier treffen Bohnenranken auf Beton, Blech auf Gürkchen und ausgediente Lüftungsschächte auf keimendes Saatgut. Im Auftrag des Kieler Kulturbüros haben die Gestalter*innen und Raumproduzent*innen des Hamburger Büros morgen.jetzt gemeinsam mit der raum station Kiel und dem Verein Permakulturzentrum Kiel e.V. für den Innenhof des Neuen Rathauses eine temporäre, grüne Vision zukünftiger Nutzungen entwickelt.

Als Minifestival für umsonst, draußen und alle bietet der postGarten Raum und Gelegenheit, sich über die großen Themen unserer Zeit auszutauschen: nachhaltige und grüne Stadtgestaltung, kulturelle Kreislaufwirtschaft und die Nutzung von innerstädtischen Freiräumen. Diese Aspekte stehen im Mittelpunkt eines vielfältigen Programmes mit Workshops, Mitmach-Aktionen, Spaziergängen und weiteren kulturellen Angeboten. Mehr Informationen zu Projekt und Programm gibt es unter www.kiel.de/postgarten.

Das mit der Muthesius Kunsthochschule entwickelte Kooperationsprojekt „Muthesius zu Gast“ wird in diesem Jahr fortgesetzt. Muthesianer*innen gastieren mit ihren künstlerischen Positionen in vier an der Museumsnacht teilnehmenden Einrichtungen und sorgen für überraschende und neuartige Kunsterlebnisse an eher kunstfernen Orten. Im Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei setzt sich die Künstlerin Yeil Joo in einer Videoarbeit und Performance mit der Frage „Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Industriezucker, den wir im Supermarkt kaufen?“ auseinander. Sie ließ sich bei der Entwicklung von den Formkästen des Gießereimuseums inspirieren.  Im ALTE MU Impuls-Werk e.V. wird die multimediale Ausstellungskooperation „Konglomerat“ mit einem Konzert eröffnet. Viele der Künstler*innen werden anwesend sein und den Gästen für Gespräche zur Verfügung stehen. Die Künstlerin Felisha Maria Carenage präsentiert ihre Kunst unter dem Titel „Heimatschutz – Sugar Works“ im Stadtmuseum Warleberger Hof. Im Kunstraum B fangen die beiden Künstlerinnen Sanna Jo Maier und Zoe Karla Marie Strauß die Atmosphäre der Museumsnacht durch die Erstellung von Skizzen ein. Diese kleinen Kunstwerke können vor Ort erworben werden. Der Gast ist auch Gastgeber: Im Glasfoyer der Muthesius Kunsthochschule ist eine Soundinstallation von Mathilde Dumont zu sehen, die den Besucher*innen eine Parallelwelt eröffnet.

Ungewöhnliche Preise zu gewinnen gibt es für alle, die mindestens sechs Häuser besucht und sich dort einen Museumsstempel abgeholt haben. Die Stempel-Sammelscheine liegen zur Veranstaltung in den teilnehmenden Häusern aus. Außerdem stehen sie auf der Museumsnacht-Website zum Ausdrucken zur Verfügung.

Ab 23 Uhr können alle Nachtschwärmer*innen die Veranstaltung in der Stadtgalerie bei Musik, Tanz und Getränken entspannt ausklingen und das Erlebte Revue passieren lassen.

Eintrittsbändchen sind im Welcome Center Kieler Förde, im CITTI-Ticketcenter und in teilnehmenden Einrichtungen erhältlich. Online-Tickets können unter www.museumsnacht-kiel.de gebucht werden. Die Online-Tickets sind beim Besuch der ersten Einrichtung ausgedruckt oder auf dem Handy vorzuzeigen. Sie werden entwertet und in ein Bändchen getauscht. Das Bändchen wird am Handgelenk befestigt. Im Vorverkauf kosten die Bändchen oder Online-Tickets zehn Euro (ermäßigt sieben Euro). An den Abendkassen der Museen zahlt man für ein

Bändchen zwölf Euro (ermäßigt acht Euro). Der Vorverkauf läuft bis einschließlich Donnerstag, 24. August. Am Freitag, 25. August, gilt dann der Abendkassenpreis. Für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag ist der Eintritt frei.

Mit dem „Museumsexpress“ der KVG gelangen Besucher*innen schnell und unkompliziert von Museum zu Museum. Die Fahrpläne hängen in den Museen aus und sind auf der Website sowie im Programmheft zu finden.

Auch die Fahrt mit den Bussen und Bahnen des Nahverkehrs in Kiel und Umgebung ist im Ticketpreis enthalten.

Die historische „MS Stadt Kiel“ sowie ein Fördedampfer der Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft pendeln ab 19 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde zwischen der Seegartenbrücke und dem Anleger Dietrichsdorf. Zusätzlich fährt die Schwentinefähre F2 bis 24 Uhr zwischen dem Anleger Reventloubrücke und dem Ostufer.

Als Fahrkarte für die Busse und Schiffe gilt das Bändchen oder das Online-Ticket. Das Online-Ticket, ausgedruckt oder auf dem Handy, sollte möglichst

vor der ersten Fahrt mit einem Bus oder Schiff in ein Bändchen getauscht werden, um die Ticketkontrollen an den Zugängen zu beschleunigen.

Bildnachweis

© Nils Kirsch