September 2020

10sep(sep 10)0:0023mai(mai 23)0:00Kolding: Arne Jacobsen - Dänemarks DesignerArne Jacobsen Designer DenmarkTrapholtRubrik:Gesellschaft und Geschichte,Kunst

Details

In der Ausstellung, die am 10. September eröffnet wird, wird neue Forschung über Arne Jacobsen vorgestellt. Auf drei Gleisen werden Perspektiven und Einblicke in Leben und Wirken des dänischen Architekten sowie sein Einfluss auf Dänemark als Sozialstaat und Designnation präsentiert. In der Ausstellung geht es darum, warum Arne Jacobsen den Status als einer der wichtigsten Designer Dänemarks erlangt hat, und welche Inspirationen wir heute aus seinem Lebenswerk mitnehmen können.

Durch das Vertiefen in die vollendeten Gesamtdesigns, die Arne Jacobsen u. a. am Rathaus von Aarhus und dem Schulgebäude „Munkegårdsskolen“ bei Kopenhagen umgesetzt hat, erhalten wir einen Einblick darin, wie er dazu
beigetragen hat, dem dänischen Sozialstaat Form und Ästhetik zu verleihen. Darüber hinaus wird in der Ausstellung anhand von Interviews, Jacobsens persönliche Filmaufnahmen, Aquarellen und Naturstudien illustriert, wie Kunst, künstlerische Prozesse und die Natur bei seiner kreativen Arbeit eine wichtige Rolle spielten. Neben den bekannten Designklassikern werden zahlreiche weniger bekannte Modelle, Typen und Formate vorgestellt, unter anderem Aquarelle, Skizzen und Textilmuster.

Zudem stellt die Ausstellung die Frage, warum wir heute Arne Jacobsen als ein besonders prominentes Beispiel für dänisches Design ansehen, während er zu seinen Lebzeiten als Modernist und Internationalist angesehen wurde.

Die Ästhetik des dänischen Sozialstaats

Die Ausstellung legt die Entwicklung des dänischen Sozialstaats dar, die im Zuge der sozialdemokratischen Politik in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg eng mit neuen Strömungen und Phänomenen in den Bereichen Architektur und Design verbunden war. Arne Jacobsen sowie weitere dänische Architekten und Designer haben ihren Beitrag zur Entwicklung des ästhetischen Ausdrucks des dänischen Sozialstaats durch neue öffentliche Gebäude und Möbel für den öffentlichen Raum geleistet. Sie erschufen eine Ästhetik und Funktionalität, die noch heute die Einrichtung in öffentlichen Büchereien, Rathäusern, Schulen, Büros und Krankenhäusern beeinflusst.

Die Museumsleiterin Karen Grøn sagt: „Das Ergebnis ist als ein ästhetischer Gesamtausdruck für den dänischen Sozialstaat zu betrachten. Dies kann dazu beitragen, dass in Dänemark, im Gegensatz zu vielen europäischen Nachbarländern, ein Konsens dahingehend herrscht, dass Ästhetik, Form und Materialien wichtig für das Wohlbefinden der Menschen ist – im öffentlichen und privaten Raum.“

Kreativer Entstehungsprozess

Diese Schilderung von Arne Jacobsen ist auch eine Schilderung von Kreativität, Innovation und einem lebenslangen Interesse an der Kunst und der Natur. Die Ausstellung bricht mit der klassischen Darstellung des jungen Arne Jacobsen als modernistischer Revoluzzer und schildert ihn stattdessen als einen kreativen Erneuerer. In Jacobsens Architekturbüro wurden Modelle und Skizzen zum Austausch von Wissen und Gedanken sowie als Grundlage für gemeinsame Experimente verwendet. Gemeinsam bilden sie einen einzigartigen Einblick in einen besonders kreativen Schaffensprozess, von dem wir heute vielleicht etwas lernen können. Sein Zugang zum Fach und zum kreativen Prozess macht ihn relevant, und vielleicht leben deshalb so viele seiner Werke auch heute noch?

Ist es eigentlich typisch dänisches Design?

Arne Jacobsen brachte internationale Strömungen nach Dänemark. Dies führte gelegentlich zu aufgebrachten Diskussionen. Heute sind viele Dänen der Meinung, seine Werke seien eindeutige Beispiele für dänisches Design. Die Ausstellung erörtert das Interessante daran, wie das, was einst als fremd angesehen wurde, ein Teil des kollektiven dänischen elbstverständnisses wird. Museumsleiterin Karen Grøn erklärt: „Die Schilderung von Arne Jacobsens Design als etwas besonders Dänisches zeigt somit, wie sich eine Kombination aus Gegenständen, Ereignissen und Kontexten mit der Zeit lokal ansiedeln kann. Somit stellt sich die Frage, ob es etwas gibt, das authentisch dänisch ist, oder ob das Dänischsein in Wirklichkeit ein sich konstant verändernder und entwickelnder Prozess ist?“

Arne Jacobsen – Dänemarks Designer wurde von der Museumsleiterin Katrine Stenum in Zusammenarbeit mit der unsthistorikerin und Registrarin bei der Arne Jacobsen Design I/S, Annika Skaarup Larsen, kuratiert. Die Forschung für die Ausstellung fand gemeinsam mit dem Dozenten am Institut für Kommunikation an der Universität Kopenhagen, Nan Dahlkild, statt.

Zeit

September 10 (Donnerstag) 0:00 - Mai 23 (Sonntag) 0:00

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