Dienstag, 29. November 2022

Lübeck: Matt Mullican mapping the Wolrd. Church

2022So09okt(okt 9)10:00So06nov(nov 6)18:00Lübeck: Matt Mullican mapping the Wolrd. ChurchPossehl-Preis für Internationale KunstRubrikKunstVeranstaltungsartAusstellung

Zeit

Oktober 9 (Sonntag) 10:00 - November 6 (Sonntag) 18:00

Details

Die monumentale Installation, „Berlin-Block“ vom diesjährigen Possehl-Preisträger Matt Mullican, die im Kirchenraum von St. Petri unter dem Titel CHURCH präsentiert wird, besteht aus 169 großflächigen Leinwänden. Verhandelt wird das Verhältnis zwischen Raum, Bild und Erlebnis, ein zentrales Thema im Werk Mullicans. Jeweils Tafeln von sechs Bildern schaffen großflächige, raumgreifende Elemente und gehen eine interessante Verbindung und Dynamik zwischen Werk und Ort ein. Die Petrikirche wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt und konnte nach umfangreichem Wiederaufbau erst 1987 einer neuen Nutzung als Stadt- und Kulturkirche unter pastoraler Leitung zugeführt werden. Seitdem gilt die weitgehend leere und lichtdurchflutete Kirchenhalle als ein herausragender Kulturort für den Dialog zwischen Kunst, Religion und Wissenschaft.

Der Innenraum wurde „vereinfacht“ und vorwiegend in weißer Farbe gefasst. Zahlreiche Säulen teilen das Innere in fünf Schiffe. Mullican stellt seine Tafeln um die Säulen und schafft somit eine Passage, in der eine Verbindung zwischen Werk und Architektur entsteht.

„Berlin Block“ ist ein monumentales Werk, sowohl von der Anzahl der Leinwände als auch vom riesigen Ausmaß der entstehenden Installation. Gleichzeitig ist es ein besonders nüchternes Werk Mullicans. In der charakteristischen Frottagetechnik ausgeführte schwarze Zeichen auf weißem Hintergrund sind das Leitmotiv dieser sprachlichen und semantischen Reise durch zahlreiche Themen des Künstlers. Die Einfachheit und unmittelbare Dynamik ihrer Herstellung wird zu einem Schlüsselelement, das diese Serie einzigartig macht.

Durch die Abwesenheit von Farbe verbindet sich die schwarz-weiße Arbeit mit ihrer Umgebung und unternimmt den Versuch, die großen Räumlichkeiten mit geometrischer Präzision abzutasten. Die jeweils aus sechs Werken zusammengestellten 23 Blöcke bilden einen Gang, dessen 6 Meter-Höhe die ausgeprägte Vertikalität der bis zu 17-Metern hohen Räume der St.-Petri-Kirche
widerspiegelt.

Bildnachweis

Thomas Berg