Donnerstag, 29. September 2022

September 2022

Do29sep18:00Kiel: „Phantom Limb“: Ausstellung der Muthesius-Stipendiatin Hyunsuk Yi

Details

Wie fühlt es sich an, einen vertrauten Ort zu verlieren? Und: Wie kann man sich vom körperlichen und seelischen Schmerz, der durch solch einen Identitätsverlust entsteht, je wieder befreien? Diesen Fragen geht Hyunsuk Yi in ihrer Ausstellung „Phantom Limb“ im Ausstellungsraum spce der Muthesius Kunsthochschule nach. Den Phantomschmerz über die verlorene Heimat, den Verlust ihrer Orte und Plätze kompensiert die Stipendiatin der Kunsthochschule durch die Sammlung von Materialien sowie das bewusste Erinnern an früher.

In ihrer praktischen Arbeit und in ihrem Arbeitsprozess geht es zunächst einmal um das Erinnern. Diese Auseinandersetzung mit dem Gedächtnis und seinen Strukturen soll ein Archiv schaffen: Seit 2013 beschäftigt sich die künstlerische Arbeit von Hyunsuk Yi in Medien variierend (Film, Video-Installation, Archiv, Fotografie und Text) mit der Erinnerung an Orte. In der Arbeit „Phantom Limb“ verbindet sie ihre Texte über das Thema mit einer Video-Performance.

Hyunsuk Yi studierte Industriedesign, Film und Medienkunst an der Muthesius Kunsthochschule. Die Künstlerin konzentriert sich auf archiv-basierte experimentelle Film- und Videoarbeiten. Sie experimentiert nicht nur mit ihren persönlichen Erinnerungen an Orte, sondern auch damit, wie unser Körper einen Ort wahrnimmt. Sie fokussiert sich auf diese Beziehung und Interaktion zwischen Erinnerung, Ort und Körper und vertieft das Thema durch Wiederholung verschiedener Medien. 2021-22 erhielt sie das Stipendien-Sonderförderprogramm „Neustart Kultur“.

Die Präsentation ihres Muthesius-Projektes „Phantom Limb“ wird im Jahr 2023 ins CICA Museum in Gimpo, Südkorea, gezeigt.

Öffnungszeiten

bis 23. Oktober: mittwochs bis samstags von 14 bis 18 Uhr

Veranstalter

Muthesius Kunsthochschulepresse@muthesius.de Legienstraße 35, 24103 Kiel

Bildnachweis

Wie wirken persönliche Erinnerungen an Orte auf den menschlichen Körper? Dieser Frage widmet sich Hyunsuk Yi in ihren multimedialen Arbeiten. Foto: Hyunsuk Yi

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