6. Oktober 2018: Susanne Kessler und Emil Nolde auf Föhr

70,00

Gemeinsames Frühstück auf der Fähre, Mittagessen in Gretchens Gasthof, Führung durch die Ausstellungen. Exklusiv für die LeserInnen der SCHLESWIG-HOLSTEIN!

Vorrätig

Beschreibung

Aufgrund der großen Nachfrage zu unserem letzten Besuch auf Föhr im März haben wir beschlossen, dieses Jahr ein zweites Mal ins Museum Kunst der Westküste zu fahren. Eine Wiederholung wird es allerdings nicht: Im Sommer wechseln die Ausstellungen im Museum. Mit Emil Nolde und das Meer sowie Odissea von Susanne Kessler liegt der Themenfokus natürlich wieder auf Küste, Mensch und Meer. Los geht´s um 9:15 Uhr ab Dagebüll. Voraussichtlich um 17 Uhr werden wir dort wieder anlegen.

Im Preis enthalten: Überfahrt (hin und zurück), Frühstück (inkl. 1 Heißgetränk), Taxishuttle auf der Insel, Museumsbesuch und Führungen, Mittagessen (exkl. Getränke).

 

Odissea – Susanne Kessler

Während ihres Aufenthalts als Artist-in-Residence im Museum Kunst der Westküste im Jahr 2016 stieß die in Rom und Berlin lebende Künstlerin Susanne Kessler, geboren 1955, im Föhr-Lexikon auf eine Grafik von hohem zeichnerischem Charakter, hinter der sich eine spektakuläre Geschichte verbirgt: Es handelt sich dabei um die Nachzeichnung der Odyssee des stählernen Vollschiffs „Susanna“ bei der Umsegelung von Kap Hoorn. Unter der Führung des Föhrer Kapitäns Christian Jürgens (1875–1959) geriet der Dreimaster im Winter 1905 auf seiner Fahrt von Port Talbot/England zum Salpeterhafen Iquique/Chile in lang anhaltende Stürme um Kap Hoorn. 100 Tage lang, davon allein 80 Tage bei Sturm mit zehn und mehr Beaufort, kämpfte sich die Mannschaft auf der insgesamt 190 Tage währenden Reise um die Südspitze Amerikas.

 

Die „Susanna“ hält bis heute zwei Rekorde, einen für die mit Abstand längste Kap-Hoorn-Umsegelung, den zweiten für die längste Fahrt von Europa nach Nordchile. Der Törn gilt als der härteste, brutalste und tapferste in der internationalen Seefahrtsgeschichte. Das erhalten gebliebene Logbuch verhilft, die Irrfahrt exakt zu rekonstruieren und zu skizzieren – ein bizarres grafisches Muster, das einerseits die traumatische, monatelange Fahrt für jedermann anschaulich macht, andererseits aus künstlerischer Sicht hoch faszinierend ist, zeichnet sich ab …

Emil Nolde und das Meer

 

Emil Nolde (1867–1956) hat sich intensiv und über Jahrzehnte mit dem Motiv „Meer“ in einer Ausschließlichkeit auseinandergesetzt, die offenbart, dass er dessen Urgewalt und stetige Bewegtheit als Spiegel künstlerischen Antriebs begriffen haben muss.

 

In der Ausstellung treffen atmosphärische Stimmungsbilder auf Gemälde farbgewaltiger Meere, die Zeugnis von Noldes Begeisterung für das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Luft und Wasser, Wind und Wellen ablegen. Sie spiegeln zugleich die Liebe des gebürtigen Nordschleswigers für das Land zwischen Nord- und Ostsee wider. Insbesondere in den Aquarellen gelangen Nolde geradezu rauschhafte Farbkompositionen, in denen die Elemente scheinbar grenzenlos ineinanderfließen. Hier zeigt sich Noldes überragendes Können im Umgang mit der Farbe sicher am eindrucksvollsten …


 

 

 

Foto: Museum Kunst der Westküste