Glückstadt: Archäologie einer Zeit

3. März – 14. April 2019. Das Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt zeigt Fotografien von Rudi Meisel und Roman Bezjak.

Der Fotograf Roman Bezjak wurde in der SR Slowenien geboren und wuchs in der BRD auf. Seit 2000 ist er Professor an der Fachhochschule Bielefeld. Seit 2004 bricht er immer wieder gen Osten auf. Schon zu Zeiten seiner freischaffenden Arbeit für Magazine wie das FAZ-Magazin, GEO und MERIAN war Bezjak in diesen Regionen unterwegs gewesen.  Nun verfolgt er ein fotografisches Langzeitprojekt, das einer archäologischen Grabung gleicht, denn es widmet sich einem scheinbar beendeten Kapitel jüngerer Geschichte: Wie wurde in der Architektur des Sozialismus die Moderne rezipiert?

Rudi Meisel: Kirmesplatz am Beeckbach, vor der August-Thyssen-Huette Duisburg-Bruckhausen, Duisburg-Beeck, BRD 1979

Schon während des Studiums der Fotografie an der Essener Folkwangschule entdeckt Rudi Meisel (Jg.1949) den Alltag als sein Thema und erkundet zuerst das Ruhrgebiet in Reportagen und Portraits in damals noch analogen Schwarzweissfotografien. Als freier Fotograf ist er über 10 Jahre immer wieder in der DDR unterwegs für Alltagsgeschichten aus dem anderen Deutschland beauftragt vom ZEITmagazin. Erst nach 2000 stellt Meisel in seinen Bildern die Frage nach Gemeinsamem wie Trennendem beider deutscher Staaten und veröffentlicht 2015 sein Buch Landsleute 1977–1987.

Archäologie einer Zeit
3. März – 14. April 2019. Palais für aktuelle Kunst Glückstadt

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