Flensburg: Aus GeschichteN lernen?

März 2019: Aus Geschichten lernen. Die Theaterwerkstatt Pilkentafel widmet sich im aktuellen Programm der Flensburger Kolonialgeschichte

“Aus Geschichten lernen”. Die Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg fragt sich in ihrem aktuellen Programm: Was bedeutet das? Aus welcher Geschichte? – Aus der Geschichte des Nationalsozialismus? Das ist (war?) ein Grundkonsens. Dass sich die Geschichte nicht wiederholen darf?

Und was ist mit der Kolonialgeschichte? Ist sie beendet? Sehen wir sie überhaupt als unsere an? Sind wir uns bewusst, wie sehr unser Wohlstand, unsere Privilegien, unsere Überlegenheit auf Kolonialgeschichte und Rassismus beruhen? Und wie sehr nicht zuletzt die Migrationsbewegungen dieser Zeit eine Folge davon sind?

“Vom Reisen in ehemaligen Kolonien – eine Positionsbestimmung”

Seit einigen Jahren mache sich Flensburg auf den Weg, seine Vergangenheit als Rückzugsort der Nazis anzunehmen, und beginne zu sehen, dass die Rumstadt eben auch eine Stadt der Profiteure von Sklaverei sei. Das Theater habe es immer als seine Aufgabe gesehen, sich an diesen Auseinandersetzungen mit unseren Theaterstücken zu beteiligen, so die langjährige Leiterin der Theaterwerkstatt Pilkentafel Elisabeth Bode. “In den Theaterstücken erzählen wir immer nur einzelne Geschichten, probieren Perspektiven aus, suchen Verbindungen, beleuchten Einzelheiten und positionieren uns immer selbst. Aber ob das jetzt Lernen ist?”
Und gibt es das, „Die Geschichte“. Welche Geschichte? Wessen Geschichte. Wer erzählt sie? Wem und warum. Wem nützt diese Erzählung? Wer entscheidet, was zu der Geschichte dazu gehört und was nicht.”

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