Liebe Leserin, lieber Leser,

verdrängte Familiengeheimnisse – norwegische Literaten scheinen sie besonders gern ans Licht zu ziehen: Ende des 19. Jahrhunderts war es Henrik Ibsen, der in seinem Drama "Die Wildente" den Begriff „Lebenslüge“ dafür fand und zu einem der prägenden Bühnenautoren des Naturalismus wurde. 
Heute tut es ihm Tore Renberg gleich: In seinem Stück „Indiander“ ist die Geburtstagsfeier des kleinen Daniel von einem unausgesprochenen Ereignis überschattet.

Das Stück des norwegischen Bestsellerautors kommt heute Abend in den Kammerspielen Rensburg zu seiner deutschsprachigen Erstaufführung und wird anschließend in den Spielplan des Landestheaters aufgenommen.
Das Nordkolleg in Rendsburg

Die Rendsburger Indianer-Aufführung eröffnet gleichzeitig das NORD Theater- und Literaturfestival, das das Schleswig-Holsteinische Landestheater bereits zum zweiten Mal zusammen mit dem Nordkolleg Rendsburg veranstaltet.
Bis Montagabend steht bei szenischen Lesungen, Kurzfilmen und Konzerten Norwegen im Fokus.
Ob dabei wohl noch mehr Lebenslügen ans Licht kommen ...?

Am Sonntag dann lohnt sich ein Abstecher ins idyllisch am Plöner See gelegene Bosau. In der Hörerwerkstatt stellt Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck und Schirmherr der diesjährigen Initiative Instrument des Jahres, sein Instrument – das Saxophon – vor und spielt zusammen mit seiner Studentin Sonja Tcherepanov Werke von Mihaud, Schulhoff und Rachmaninow. Am Klavier werden die beiden begleitet vom Bosauer Kirchenmusiker Sergej Tcherepanov.

Ich wünsche Ihnen spannende Kulturerlebnisse und eine schöne Woche, 

Ihr

Kristof Warda
www.schleswig-holstein.sh
Löjaer Berg 22, 23715 Bosau
Wohnungswirtschaft-heute Verlagsgesellschaft mbH
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