2026Mo20apr(apr 20)00:00Sa31okt(okt 31)18:00ICH BIN EIN QUADRATMETERKunst ist der Brutkasten für fragwürdige Dinge!RubrikKunstVeranstaltungsartAusstellungDiese Veranstaltung ist …barrierefrei zugänglich, digital, Für Kinder geeignet, kostenlos, zum mitmachenRegionFlensburg / Nordfriesland / Schleswig-Flensburg

Zeit

20. April 2026 00:00 - 31. Oktober 2026 18:00(GMT+02:00)

Veranstaltungsort

Parkanlage An der Meere

Strandstraße Ecke Bi de Süd, Nieblu/Föhr 25938, Deutschland, Nieblu/Föhr 25938, Deutschland, Nieblu/Föhr 25938, Deutschland

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Details

Und hier entsteht im wahrsten Sinne des Wortes von Ernst W.Gombrich ein Brutkasten/ein Quadrat mit insektenfreundlichen Pflanzen. Im Laufe der Zeit wird sich dieses quadratische Bild vielfarbig entwickeln und von oben betrachtet vielleicht an niederländische Blumen-Stillleben erinnern. Ein Angebot zum Staunen, Lachen, Erfreuen und natürlich auch zum Ärgern.
Ich arbeite nahe an der Natur des „Weltnaturerbe Wattenmeer“, gleichsam aus ihr heraus. Meine Arbeiten sind keine Gegenentwürfe zur Stadt und zu „UrbanArt“, sondern tendieren dazu, einzig in der Natur aufzugehen. Dabei erscheint häufig die dunkle, ocker- oder sepiahafte sandige und schlickhafte Fläche am Strand und im Watt oder die grüne Seite der Landschaft der Insel Föhr in meinem Fokus. Ich sehe die Vorgänge als Sinnbilder dessen, was uns im Leben zustößt; es ist keine Kunst der künstlerischen Idylle. Die Materialien sind strikt natürlich.

Diese Kunstrichtung geht zurück auf Werke von Walter de Maria, Robert Smithson und Robert Morris. Mit ihren „Earthworks“ wollten diese Künstler, angesichts der gewaltigen Umweltprobleme, einen Appell an die Menschheit richten. Ihre Kunstwerke sollten die Menschen motivieren, ihr Verhältnis zur Natur zu überdenken, und wenn möglich wieder in ein Gleichgewicht bringen. „Land-Art“ und „Nature-Art“ wurden dabei zur wichtigsten Richtung in der Avantgarde.

Die Aktionskunst, ihrer Natur nach vergänglich, kann allerdings nur in den Kommunikationsprozess eintreten, wenn sie fotografisch dokumentiert werden. Konzept und Arbeitsprozess werden parallel genau so wichtig, als die „Ästhetik des Objekts“ das daraus resultiert.

Viele dieser Projekte zeichnen sich durch ihre Vergänglichkeit aus, weshalb sie durch S&W- und Farbfotografien, Videos und kleinen Texten dokumentiert werden. Die Absicht des Künstlers ist es nicht, seine Spuren in der Landschaft zu hinterlassen, sondern intuitiv in ihr zu arbeiten, sodass seine Werke, wie z.B. das Quadrat, so flüchtig sie auch immer sein mögen, eine einfühlende Beziehung zur Natur manifestieren. Es ist der Blick zurück hin zur Entdeckung des „ästhetischen Augenblicks“.

Die Freiheit der Kunst im öffentlichen Raum ist nicht selten eine Zumutung. Sich trotzdem zu positionieren und das auszuhalten, macht eine funktionierende Demokratie in ihrem Kern aus. Für den Künstler, wie für den Betrachter!

Öffnungszeiten

24 Stunden bis 31.10.2026

Bildnachweis

Atelier KUNSTEINS