Die aktuelle Ausgabe

Frühjahr 2026

Moin und herzlich Willkommen

Kunst, Kultur, Landschaft und Geschichte – Schleswig-Holstein ist vielfältig. Wir laden Sie ein, Land und Leute immer wieder neu zu entdecken. Mit der Kulturzeitschrift, dem wöchentlichen Newsletter und dem Kulturkalender.

Themenheft

(UN)SICHTBAR

Frauen in der Geschichte Schleswig-Holsteins

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Empfehlungen der Redaktion

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Kunst

Dieter Pape. Ein Leben für die Kunst

Der Kunstpädagoge Dieter Pape ist seit Jahrzehnten im Kunst- und Kulturleben der Stadt Plön und weit darüber hinaus eine Instanz: als langjähriger Kunsterzieher am Staatlichen Internatsgymnasium Schloss Plön (heute Gymnasium Schloss Plön), der viele Schülergenerationen zu überragenden Leistungen geführt hat, und seit über 35 Jahren als einer der Kuratoren der Plöner-Sommer-Ausstellungen und des Kunstvereins Schwimmhalle Schloss Plön mit vielbeachteten Ausstellungen zur Kunst der Gegenwart. Zu seinem 90. Geburtstag im Herbst 2025 widmete der Kunstverein ihm selbst eine Ausstellung. Sie zeigt Dieter Pape auch als Künstler mit eigenen Werken und als Sammler von vorwiegend grafischen Werken namhafter Künstler, die er gemeinsam mit seiner Frau Barbara zusammengetragen hat. Vor allem aber würdigt sie ihn dafür, sein Leben so leidenschaftlich der Kunst gewidmet zu haben.
Interview von Ulrike Ohl

NUKLEUS Kiel

Das Kunstprojekt NUKLEUS Kiel begreift die Stadt als lebendigen Organismus: als Raum voller Schichten, Brüche und Resonanzen, in dem Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen. Über künstlerische Forschung, Intervention und Begegnung entstand ein Netzwerk aus Orten und Menschen, das Kiel als vibrierendes Gefüge zwischen Erinnerung und Zukunft, zwischen Unsichtbarem und Sichtbarem, zwischen Trauma, Potenzial und neuen Verbindungen neu lesbar macht.

Robert Schads „Blickweit“: Linien im Land der Horizonte

24 Skulpturen an 22 Orten zwischen Nord- und Ostsee. „BLICKWEIT – Skulpturen für den Norden“ heißt das Projekt des Stahlbildhauers Robert Schad, das seit Herbst 2024 Schleswig-Holstein neu vermisst. Von Kristof Warda

W.H. D. Koerner. Comicpionier und Westernmaler aus Dithmarschen

Vom schleswig-holsteinischen Lunden bis ins Herz der amerikanischen Popkultur: W.H.D. Koerner prägte nicht nur das Westernbild des 20. Jahrhunderts, sondern schuf mit „Hugo Hercules“ womöglich den ersten Superhelden. Eine Spurensuche zwischen Migration, Mediengeschichte und Mythenbildung.

Lübeck verlagert seine Kunstschätze – Kulturelles Erbe auf der Kippe

Wie Museen lagern, was sie zeigen — und was unsichtbar bleibt: In Lübeck macht die Kunsthalle St. Annen mit der Ausstellung Verlagert ein Grundproblem sichtbar, das viele Häuser betrifft. Denn die Frage nach dem Depot ist längst zur Kernfrage musealer Arbeit geworden.

Sarah Kirsch und Harald Naegeli: „Denken Sie nicht allzu bitter von diesem Landstrich.“

Als Harald Naegeli im Lübecker Gefängnis sitzt, beginnt eine unerwartete Brieffreundschaft: Die Dichterin Sarah Kirsch schreibt dem „Sprayer von Zürich“. Zwischen Betonwänden und Moorlandschaft entsteht ein poetischer Dialog über Kunst, Freiheit und die Utopie eines besseren Planeten.

Themenheft

Mensch & Meer

Friisk /Friesisch

Letj fröögels

neder…noch: weder…noch dülj: Geduld apdaage: auftauchen amdreit: umdreht Dat a rocht buken ään so tuflä, wan ‘am jo brükt, det haa ik jo al ans skrewen. Man jüst...

Wat mi reert

In Wendy Vanselows friesischer Kolumne dreht sich dieses Mal alles um Bewegung.

Gud as ei gudenooch

Tu jodiar teesen, wat ik bit nü apsteld haa, hiart üüb arke faal uk dethir: at kultüür, wat wi uun jong juaren mäfu, spelet...

Goor ei so ring

Ütj a corona tidj hää jo enarken was irgentwat mänimen; bi mi as at, dat ik uf an tu ans nian last üüb ööder lidj haa. Det wiar wel al tuföören so, man bi corona hed ham jo en gud enskialagang, am altermaal ütj a wai tu gungen an do hää ham ään diartu wenet. Corona as nü föörbi, an likewel soocht ik diarefter temelk loong noch: ik mei ei ütjgung.

Literatur

Boy Lornsen zum 30. Todestag. Von Steinen, Büchern und Himbeersaft

Boy Lornsen war ein Zukunftsdenker mit Augenzwinkern. Seine Werke machen noch immer Spaß und regen zum kritischen Denken an. Und sein Wirken steht exemplarisch für die erfolgreiche Verbindung zwischen tiefen regionalen Wurzeln und einer universellen Erzählkunst.

Günter Grass und die Suche nach dem verlorenen Ort

Was bleibt, wenn die erste Heimat nur noch in Sätzen existiert? Für Günter Grass war der schmerzhafte Verlust von Danzig kein Stillstand, sondern der lebenslange Motor eines gigantischen Werks, das in den Backsteingassen Lübecks seinen späten Anker fand. Zwischen politischem Zorn, der Weite der Ostsee und der ganz privaten Suche nach Geborgenheit begegnen wir einem Mann, der Weltliteratur schuf und doch der „Nobelpreisträger von nebenan“ blieb, wie die gleichnamige Ausstellung im Günter Grass- Haus zeigt. Von Kristof Warda

Manfred Schlüter – Tanze nachts auf wilden Wellen

Abgesang Das Wasser Am Flutsaum aus: Manfred Schlüter, TANZE NACHTS AUF WILDEN WELLEN; Gedichte, Herausgegeben von Richard Pils, Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2025.    

Thomas Mann und eine „säkulare Theologie“

Concord, Massachusetts: Heimat der amerikanischen Naturmystiker. Los Angeles, Kalifornien: Zuflucht des deutschen Literaten Thomas Mann. Dazwischen liegt eine stille Verwandtschaft – und ein überraschend...

Sarah Kirsch und Harald Naegeli: „Denken Sie nicht allzu bitter von diesem Landstrich.“

Als Harald Naegeli im Lübecker Gefängnis sitzt, beginnt eine unerwartete Brieffreundschaft: Die Dichterin Sarah Kirsch schreibt dem „Sprayer von Zürich“. Zwischen Betonwänden und Moorlandschaft entsteht ein poetischer Dialog über Kunst, Freiheit und die Utopie eines besseren Planeten.

Eine kurze Geschichte der Tuberkulose

Die Krankheit Tuberkulose begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden, der Name Tuberkulose jedoch wurde erstmals 1838 verwendet.

Themenheft

Brücken bauen. 30 Jahre Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein

Geschichte

Zwischen Armutsideal und Politik. Der Zisterzienserorden im Ostseeraum

Im 12. Jahrhundert prägte der Zisterzienserorden maßgeblich die kulturelle und kirchliche Durchdringung des Ostseeraums. Mit klaren Strukturen, architektonischen Leitbildern und einem weit verzweigten Netz von Klostergründungen verband er die nordischen Königreiche mit den Zentren Europas und schuf dabei ein geistiges Rückgrat für eine ganze Region im Wandel.

Kaleidoskop von Idylle und Konflikt – Der Oluf-Samson-Gang in Flensburg

Der Oluf-Samson-Gang gehört zu Flensburg – wie das KBA, Flens oder Beate Uhse. Doch woher stammt der Ruhm dieser nur etwa 120 Meter kurzen Hafengasse, die in Flensburg liebevoll „Oluf“ genannt wird? Immerhin ist er die einzige Flensburger Hafengasse, die vollständig in ihrem überwiegend barocken Baubestand erhalten geblieben ist. Doch genügt das für die überregionale Berühmtheit?

Haus Peters: Ein Kolonialwarenladen präsentiert seine Geschichte

Es gibt sie noch, die Orte, an denen die Zeit stehengeblieben scheint. Das Haus Peters in Tetenbüll ist so einer. Im Kaufmannsladen mit seiner historischen Einrichtung umschmeicheln Düfte von Kaffee, Tee und Seifen die Nase. Hier scheint die Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts konserviert zu sein. Von Barbara Lingelmann und Hila Küpper

Kulturspuren oder Un-Kulturspuren? Graffiti im Schleswiger Dom vom 17. Jahrhundert bis heute

Was unterscheidet Kulturspuren von Un-Kulturspuren? Sind die missliebigen Spuren einer Un-Kultur, die Kritzeleien, Wandschmierereien und Graffiti von gestern, möglicherweise die denkmalwürdigen und denkmalgeschützten Kulturspuren von heute und morgen?

Eine kurze Geschichte der Tuberkulose

Die Krankheit Tuberkulose begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden, der Name Tuberkulose jedoch wurde erstmals 1838 verwendet.

Kinder in Samt und Seide

Vor Kinderportraits aus Barock und Rokoko thematisiert das Schloss Eutin diesen Sommer Kinderkleidung und stellt die Frage: Was verrät Kindermode über die Gesellschaft und ihre Zeit?

Themenheft

Tourismus & Nachhaltigkeit

Themenheft

Grenzen im Norden

Film in Schleswig-Holstein

Autorin Shima Kimia im Gespräch mit Regisseur Mohammad Rasoulof „Der Tag, an dem ich frei in mein Land zurückkehren kann – das ist Freiheit.“

Mohammad Rasoulof gehört aktuell zu den bedeutendsten Filmemachern des Iran. Seine Werke hinterfragen die systematische Unterdrückung und Gewalt des Regimes und haben ihm nicht nur weltweite...

Nicola Jones schafft in der Kieler Filmwerkstatt Räume für kreative Vielfalt, Dialog und innovative Medienprojekte

Seit 2023 ist Nicola Jones Standortleiterin der MOIN Filmförderung für Schleswig-Holstein und in der Filmwerkstatt zuständig für den Bereich Kurzfilm und immersive Medien. Mit ihrer vielfältigen Erfahrung aus Festivalarbeit, Förderpraxis und Filmwirtschaft bringt sie nicht nur Netzwerke, sondern auch frischen Wind nach Schleswig-Holstein. Im Gespräch wird schnell klar: Diese Position ist für sie mehr als ein Job. Ein Dialog über die Kraft filmischer Denk- und Möglichkeitsräume, das Prinzip „Komplizenschaft“ und die Frage, warum Weite manchmal mehr beflügelt als Dichte.