2026So21jun18:0019:15Konzert des Stephansorchesters Schenefeldmit dem Cellisten Oskar MeierRubrikMusikVeranstaltungsart(einmalige) VeranstaltungDiese Veranstaltung ist …Für Kinder geeignet, kostenlosRegionHamburg, Pinneberg / Steinburg / Dithmarschen

Zeit

21. Juni 2026 18:00 - 19:15(GMT+02:00)

Veranstaltungsort

Stephanskirche Schenefeld,

Hauptstrasse 37, Schenefeld 22869

0049 171 34 71 521 johannes.walde@web.-de

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Details

Das Sommerkonzert des Stephansorchesters 2026
Am 21.6.2026 findet das Sommerkonzert des Stephansorchesters in der Stephanskirche in Schenefeld, Hauptstr. 39, unter der Leitung von Miquel Bosch statt.
Auf dem Programm stehen die Coriolan-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven, das Cello-Konzert von Robert Schumann und die Suite op. 49 von Saint-Saëns.
Das Programm wird mit der Ouvertüre zu Coriolan eröffnet. Ludwig van Beethoven schrieb 1807 die Ouvertüre zu „Coriolan“ op. 62 als Schauspielouvertüre zum gleichnamigen Drama von Heinrich Joseph von Collin. Dabei handelt es sich um die Geschichte des römischen Patriziers Gnaeus Marcius Coriolanus, der aus Rom verbannt wurde, weil er durch Zurückhalten von Lebensmitteln vom Volk die Rückgabe seiner Rechte zu erzwingen suchte. Daraufhin verbündet er sich mit den Volskern, den Feinden Roms, und griff seine Heimatstadt an. Seiner Mutter gelang es durch das Appellieren an seine Pflichten gegenüber der Heimat ihm den Frieden abzufordern.
Statt die tragische Geschichte von Coriolan in seinem Werk abzubilden, konzentriert sich Beethoven in seiner musikalischen Umsetzung auf den psychologischen Kern und den dramatischen Konflikt der Geschichte.
Das Cellokonzert in a-Moll (op. 129) von Robert Schumann ist eines der bedeutendsten Werke für dieses Instrument und gehört heute zum absoluten Standardrepertoire jedes Solocellisten.
​Schumann komponierte das Konzert im Oktober 1850 in Düsseldorf, kurz nachdem er dort sein Amt als Städtischer Musikdirektor angetreten hatte, in einer Phase bemerkenswerter Produktivität. Schumann war allerdings selbst nie mit seinem Werk ganz zufrieden. Er nannte es ein „Konzertstück für Cello mit Begleitung des Orchesters“, was bereits andeutet, dass er kein klassisches, rein virtuoses Bravourstück im Sinn hatte, sondern eine tiefere, psychologische Auseinandersetzung. Zu seinen Lebzeiten wurde es nie öffentlich aufgeführt; die Uraufführung fand erst 1860, vier Jahre nach seinem Tod, statt.
Das Orchester konnte Oskar Meier als Solisten für dieses wunderbare, aber anspruchsvolle Konzert gewinnen. Er wurde 2001 in Kassel geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht bereits im Alter von vier Jahren. Nach mehrjähriger Ausbildung als Jungstudent an der HMTM Hannover und der Musikhochschule Lübeck nahm er 2022 sein Bachelorstudium im Fach Violoncello in der Klasse von Prof. Tanja Tetzlaff an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg auf und setzte ab dem Wintersemester 2023/24 sein Studium bei Prof. Alexey Stadler fort.
Parallel zu seinem regulären Unterricht nahm Oskar Meier bereits früh an zahlreichen Meisterkursen und Kammermusikkursen bei renommierten Künstlern ihres Fachs teil.
Oskar Meier ist Mitglied mehrerer Orchester, darunter das NDR Jugendsinfonieorchester und die Junge Norddeutsche Philharmonie. Er wirkte außerdem 2024 bei Projekten des Greek Youth Symphonie Orchesters mit, mit Auftritten im Megaron (Athen) und in der Carnegie Hall (New York). Als Cellist arbeitete er unter anderem mit dem Bundesjugendballett John Neumeier Hamburg und dem Hamburg Ballett zusammen.
2026 gab Oskar sein Debüt als Solist in der Elbphilharmonie – mit der Hamburger Camerata und dem Concertino von Mieczyslaw Weinberg.
Zu seinen künstlerischen Tätigkeiten gehören außerdem Auftritte bei Festivals wie z.B. dem Schleswig-Holstein Musikfestival. Darüber hinaus tritt er regelmäßig kammermusikalisch und solistisch auf.
Oskar Meier gewann bereits mehrere Förderpreise und Stipendien und ist seit 2025 Stipendiat von Live Music Now Hamburg.
Die Suite für Orchester in D-Dur, Op. 49 von Camille Saint-Saëns (1835-1921) ist ein wunderbares, wenn auch vergleichsweise selten gespieltes Werk. Es stammt aus den Jahren 1863 bis 1869 und zeigt Saint-Saëns’ Fähigkeit, klassische Formen mit einer eleganten, französischen Klangsprache zu verbinden. Als gebürtiger Franzose ist er ein Vertreter der französischen Romantik. Ursprünglich komponierte Saint-Saëns das Werk für Harmonium (1863), bevor er es 1869 für Orchester bearbeitete. Diese Herkunft erklärt vielleicht die fein nuancierte, fast kammermusikalische Instrumentierung. Das Werk ist kein „Blockbuster“ wie der Karneval der Tiere, wird aber von Kennern wegen seiner handwerklichen Brillanz und Eleganz geschätzt. Es bietet dem Orchester die Möglichkeit, sowohl Präzision als auch klangliche Finesse zu zeigen.
Wir freuen uns darauf, dem Publikum dieses interessante Werk neben den bekannteren Klassikern von Beethoven und Schumann nahe bringen zu können.
Johannes Walde wird in bewährter Manier durch das Programm führen. Das Orchester freut sich auf zahlreiche Besucher aus der Gemeinde und darüber hinaus. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten

17:30