2026Do11jun17:0019:00"Wir wir Filme sehen" - Workshop über queere Lebensrealitäten und feministisches Filmemachenim Rahmen der Pride Woche Büsum 8.-12. Juni 2026RubrikFilm, Forschung und Wissenschaft, Gesellschaft und Geschichte, KunstVeranstaltungsartKurs / Workshop / Seminar, (einmalige) VeranstaltungDiese Veranstaltung ist …barrierefrei zugänglich, kostenlos, zum mitmachenRegionPinneberg / Steinburg / Dithmarschen

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Details

Wie sehen wir eigentlich Filme? Was bedeuten Sichtbarkeit und Repäsentation in medialen Formaten. Was wird an Filmuniversitäten unterrichtet? Wer unterrichtet? Und wer darf dort überhaupt studieren? Welche Personen erzählen uns die Filme und Serien, die teilweise unser Bild der Welt prägen?

Die Filmemachenden und Regisseur*innen Nina Menkes und Joey Soloway begeben sich auf die Spuren Laura Mulveys und des von ihr benannten „male gaze“. Aber was bedeutet das überhaupt? In diesem Workshop wandern wir auf den Spuren dieser Filmtheoretiker*innen und In diesem Workshop wandern wir auf den Spuren dieser Filmtheoretiker*innen und Filmemmacher*innen und zerlegen die Techniken mit denen uns im Kino Geschichten erzählt werden: von den Kostümentscheidungen bis hin zur Kameraposition, Beleuchtung oder Positionierung der Darstellenden. Gerade queere Lebensrealitäten wurden bisher sehr stereotyp dargestellt und oft ohne die Beratung oder Beteiligung von tatsächlich queeren Personen abgebildet.

Wie wollen/Können wir das ändern? Gemeinsam überlegen wir uns wie wir Geschichten erzählen Wie wollen/Können wir das ändern? Gemeinsam überlegen wir uns wie wir Geschichten erzählen wollen, machen Vorschläge, halten sie fest und nehmen dadurch die Abbildung queerer
Lebensrealitäten in die Hand. Wir sprechen über Konsens und Intimitätskoordination. Denn besonders bei Intimitätsszenen/Sexszenen ist die Erzählweise wichtig, da sie bei Kindern und jungen Menschen das Bild von sexuellen Handlungen und Interaktionen prägen. Filme und Serien haben insofern eine gewisse Aufklärungsfunktion und daher die Filmschaffenden eine größere Verantwortung. Der Workshop weckt dafür den Blick und schärft die Sichtweisen, die wir auf Filme haben.

Dauer: ca. 2 Stunden – für alle Gender, Alter und Sexualitäten offen. Keine Vorkenntnisse notwendig.

Workshopleitung: Sophie Lenglachner arbeitet als deutsch-österreichische Bühnen- und Kostümbildnerin leidenschaftlich im Theater- und Filmbereich, wo sie mit geschlechterneutralen Materialien und Formen experimentiert. Seit vielen Jahren gibt sie ihr Wissen in künstlerischen Workshops weiter und schafft in internationalen Projekten kreative, barrierefreie Räume für alle Generationen. Mit viel Herzblut setzt sie sich für gesellschaftliche Vielfalt ein – sei es durch die Gründung einer regionalen Künstlerinnen-Residenz („Residenz Stadtturmgalerie“ Schwanenstadt) oder durch ihr Engagement bei den Filmkunsttagen Sachsen-Anhalt. Dem Publikum in Büsum ist sie bereits durch ihren berührenden Gastauftritt im September 2025 mit der musikalischen Long-Covid-Lesung „Ich kann nicht mehr tanzen, aber mein Gehstock hat Leomuster“ bekannt.

Kostenfreie Anmeldung per Mail über info@büsumbleibtbunt.de oder Instagram @buesumbleibtbunt

Bildnachweis

Sophie Lenglachner

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