Zeit
Veranstaltungsort
Galerie Atelier III
Rantzau 11, 25355 Barmstedt
Details
Zwei sehr unterschiedliche und Kontrastive Künstler werden die kommende Ausstellung in der Galerie Atelier III mit ihren ungewöhnlichen Werken in einen spannenden Dialog verwandeln. Der Hamburger Künstler Bernd Muss, erschafft plastische
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Zwei sehr unterschiedliche und Kontrastive Künstler werden die kommende Ausstellung in der Galerie Atelier III mit ihren ungewöhnlichen Werken in einen spannenden Dialog verwandeln.
Der Hamburger Künstler Bernd Muss, erschafft plastische Arbeiten, die sich auf maritime Upcycling Kunst konzentrieren. Es sind einzigartige Objekte, die aus gestrandeten Materialien und Fundstücken am Elbufer entstehen. Es entstehen feinsinnige, poetische Kunstwerke, die ganz eigene Geschichten vom Meer erzählen und gleichzeitig ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen:
‚Am Anfang war da die rostige Dose die ich mal gefunden habe. Die grandiose Patina weckte mein Interesse. Fasziniert von den Farbtönen und der Struktur, die der Rost über die Zeit, im Zusammenspiel mit äußeren Einflüssen wie Wasser und Wind, kreiert und hinterlassen hatte, fing ich an zu sammeln.
Anfangs noch unwissend, was ich damit anfangen könne, waren es eher Zufallsfunde. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis mir klar wurde, dass in dem Material großes Potential steckt.‘
Zwischenzeitlich ist Muss ein bekannter Künstler, der begehrte Objekte fertigt. Er erdenkt poetische Titel und Geschichten für seine lebendig wirkenden Exponate, die durch die erzählerische Dimension mit Tiefe und Weite bereichert werden und dem Betrachter viel Raum für eigene Assoziationen lassen.
‚Immer wieder begab ich mich auf die Suche nach Material, das die Elbe angespült hatte oder die Menschen im Hafen achtlos weggeworfen hatten. Von der kleinsten Schraube bis zu größeren Metallteilen versuche ich alles zu verwerten. Für mich ist es, wie im Schlamm das Gold herauszusuchen. Angepasst und geschliffen, wird jedes Teil im Zusammenspiel mit den anderen wieder zu einem maritimen Objekt. Mit einem Mix aus Fernweh, altem Seemannsgarn und Geschichten von der See spinne ich mir in meinen Vorstellungen weitere Skulpturen zusammen.. Die Spuren, die die Elemente und die Natur hinterlassen haben, machen die Fundstücke zu seltenen Unikaten‘.
Petra Rös-Nickel hatte bereits im Jahr 1999 in der Galerie Atelier III mit ihren kontrastiven und großformatigen Gemälden debütiert.
In der Zwischenzeit ist die Ellerhooperin mit ihren unverwechselbaren kompositorischen Gemälden zur international bekannten und erfolgreichen Malerin avanciert, hat zahlreiche Ausstellungen im In und Ausland.
Wir freuen uns sehr, Petra Rös – Nickel nach diesen vielen Jahren wieder hier in der Galerie Atelier II ausstellen zu dürfen, Entwicklung zu zeigen und einen großen Zeitbogen zu schlagen.
Rös – Nickels Malerei ist konkret – ihre Sprache von Fläche und Linie basiert auf klaren Formen, strukturierter Komposition und einer tiefen Auseinandersetzung der Fläche als Bedeutungsträgerin. In Ölfarben auf Leinwand entstehen ihre Gemälde in unterschiedlichen und vielschichtigen Techniken, Kontrast, Farbe und Linie ziehen den Betrachter in ihren Bann.
‚Nichts ist wirklich konkreter als eine Linie, eine Farbe, eine Fläche….
Sowohl spielerisch freie Formen wie kompositorische Konstruktionen entwickeln sich in ihren Ölgemälden zu Texturen, die auf die Formsprache des populären europäischen Designs der fünfziger und sechziger Jahre zurückgreift, insbesondere des Textil- und Oberflächendesigns jener Jahre. In eine aktuelle Formsprache übertragen, finden sich in ihren Werken geometrische und organische Zeichen einer Epoche, die den Begriff der Modernität auf ihre Fahnen geschrieben hatte und seit geraumer Zeit im Zuge eines ästhetischen Trends zum Retro wieder hochaktuell geworden ist.‘
Petra Rös-Nickels Bilder sind malerisch raffiniert gearbeitet: Pastose Überlagerungen, Durchdringungen, Durchbrüche, Freikratzungen und Transparenzen offenbaren vielschichte Strukturen, legen tiefere Schichten frei und wirken spontan verwittert. Sie sind bunt und rhythmisch kontrastiv. In manchen Arbeiten werden geometrische Elemente multipliziert und zu kompositorischen Ordnungsstrukturen gefügt. Plakative Stärke und inhaltliche Substanz vereinen sich Zu einer klaren Aussage.
Angelegt in zumeist großformatigen Farbtafeln und jeweils ausgerichtet auf eine Farbwelt, entwickeln die Ölgemälde der Malerin eine energetische Raumwirkung, die Lebensfreude, Bewegung und Klarheit versprüht und viel Raum zum Assoziieren bereit hält. Wir zeigen unterschiedliche Arbeiten aus mehreren kompositorischen Werkkomplexen der Malerin.
Zwei künstlerische Positionen in einem spannenden Dialog: Rös – Nickels konkrete Linie, Rhythmus und klare Kontur trifft auf Muss poetische Dreidimensionalität und romantische Erzählkunst. Beide Künstler berühren den Betrachter auf ihre ganz eigene Weise und erzeugen eine tiefe Resonanz – das Zusammentreffen zweier künstlerischer Welten, die zum Innehalten einlädt.
Öffnungszeiten
Geöffnet: Montag Dienstag und Mittwoch 14 bis 18 Uhr Samstag und Sonntag 12 bis 18 Uhr Führungen nach Vereinbarung
Veranstalter
Bildnachweis
Karin Weissenbacher25355 Barmstedt
