„Landwirtschaft & Naturschutz – das geht“

Der Lämmerhof von Detlef Hack liegt im Naturpark Lauenburgische Seen nahe Lübeck. Detlef Hack wirtschaftet dort seit 1989 ökologisch. Landwirtschaft und Naturschutz zu verzahnen, sieht er als seinen Artenschutzbeitrag. Um Landwirtschaft und Naturschutz besser und dauerhafter zu verbinden, hat er jetzt eine Stiftung gegründet, die von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein verwaltet wird. Deren Mitarbeiterin, Julia Seeliger, hat ihn getroffen.

Detlef Hack. Bild: Lämmerhof
Detlef Hack

Detlef, Dein Lämmerhof hat schon eine lange Familien-Tradition – als Du 1989 den Hof übernahmst, war das Last oder Ansporn?

Da war viel Ansporn in mir und endlich die Idee und die Möglichkeit wie Landwirtschaft und Naturschutz wieder vereint werden können. Die Übernahme des Hofes empfand ich als großes Glück.

Hier im Norden warst Du einer der Bio-Pioniere. Wie war das damals?

Es gab schon eine ganze Reihe Biobauern als ich umstellte, 1989 ca. 50 Höfe in Schleswig-Holstein. Die Pioniere waren schon da, manche zehn Jahre und mehr. Das besondere bei mir war allerdings, dass ich den Naturschutz in den Mittelpunkt meines betrieblichen Wirkens gestellt habe. Da war ich vielleicht einer der landwirtschaftlich geprägten Pioniere. Naturschutz ist in erster Linie eine Frage des Wollens und des Wahrnehmens, was draußen passiert. Wer wahr-nimmt und der Natur offen begegnet und sie als Partner begreift, hat keine Schwierigkeit mit der Umsetzung von Naturschutzansprüchen. Das macht ungemein viel Spaß.

Wie groß ist Dein Betrieb heute, welche Standbeine hat er?



Julia Seeliger,

Stiftung Naturschutz

zur Website des Lämmerhofs