Günter Grass und die Suche nach dem verlorenen Ort

Was bleibt, wenn die erste Heimat nur noch in Sätzen existiert? Für Günter Grass war der schmerzhafte Verlust von Danzig kein Stillstand, sondern der lebenslange Motor eines gigantischen Werks, das in den Backsteingassen Lübecks seinen späten Anker fand. Zwischen politischem Zorn, der Weite der Ostsee und der ganz privaten Suche nach Geborgenheit begegnen wir einem Mann, der Weltliteratur schuf und doch der „Nobelpreisträger von nebenan“ blieb, wie die gleichnamige Ausstellung im Günter Grass- Haus zeigt. Von Kristof Warda

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Die großen Sturmfluten an der Westküste (und was sie auslösten)

An vielen Orten entlang der 400 Kilometer Wattenmeerküste zwischen dem niederländischen Den Helder und dem dänischen Esbjerg stehen auf den Inseln und den Häfen Sturmflutpfähle. Diese Höhe erreichte die „Erste Mandränke“, so hoch war...

Manfred Schlüter – Tanze nachts auf wilden Wellen

Abgesang Das Wasser Am Flutsaum aus: Manfred Schlüter, TANZE NACHTS AUF WILDEN WELLEN; Gedichte, Herausgegeben von Richard Pils, Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2025.    

Der Kurpark Malente – das jüngste Gartendenkmal in Schleswig-Holstein

Stolz präsentierte die Gemeinde Malente 1970 den neuen Kurpark auf der Titelseite ihres „Fremdenverkehr“-Prospektes (Abb. 1). In dem Aquarell war es dem Malenter Grafikdesigner Johann-Ernst Seidel gelungen, das Architekturensemble von Konzertsaal, Musikmuschel und Liegehalle...

Museen zwischen Vertrauen und Bedrohung

Museen genießen größtes Vertrauen – und stehen doch weltweit unter politischem Druck. Der Kampf um Deutungshoheit, Erinnerung und Identität macht sie zum Ziel autoritärer Strategien. Wer Museen kontrolliert, kontrolliert Geschichte. Warum wir jetzt handeln müssen, um sie als Orte der Demokratie zu bewahren.

Editorial

Chefredakteur Kristof Warda stellt die Ausgabe Winter / Frühjahr 2025 der Kulturzeitschrift Schleswig-Holstein vor.

Die Entwaffnung unserer Meere – ein Generationenprojekt

Im Herbst 2024 begann in der Lübecker Bucht ein Projekt, auf das viele Wissenschaftler, Umweltschützer und auch einige Politiker teils jahrzehntelang hingearbeitet hatten: die Bergung von versenkter, hochgiftiger Kriegsmunition. Das Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz zeigt in einer Ausstellung, wie die mindestens 1,6 Millionen Tonnen Kampfmittel in Nord- und Ostsee gelangten, welche Gefahren von ihnen ausgehen und wie sie entsorgt werden können.

Mit Geduld, Leim und langem Atem

Seit vier Jahrzehnten prägen Ursula Lins und Uta Lemaitre als Restauratorenteam das kulturelle Gesicht Schleswig-Holsteins. Ihre Arbeit am Schleswiger Dom und zahlreichen weiteren Kunstwerken des Nordens ist beispielhaft für eine Denkmalpflege, die Fachlichkeit mit...

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