Was bleibt, wenn die erste Heimat nur noch in Sätzen existiert? Für Günter Grass war der schmerzhafte Verlust von Danzig kein Stillstand, sondern der lebenslange Motor eines gigantischen Werks, das in den Backsteingassen Lübecks seinen späten Anker fand. Zwischen politischem Zorn, der Weite der Ostsee und der ganz privaten Suche nach Geborgenheit begegnen wir einem Mann, der Weltliteratur schuf und doch der „Nobelpreisträger von nebenan“ blieb, wie die gleichnamige Ausstellung im Günter Grass- Haus zeigt. Von Kristof Warda
