Zeit
Veranstaltungsort
CAP Erlebniscenter
Kaistraße 54–56, Kiel, Schleswig-Holstein 24114
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Wie formen Stadt, Landschaft und Imagination unsere Vorstellung von Wirklichkeit? Mit ihrer Ausstellung „Public Realities – Urban Fictions“ hinterfragen Studierende der Muthesius Kunsthochschule, wie sich die Stadt jenseits ihrer gewohnten
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Wie formen Stadt, Landschaft und Imagination unsere Vorstellung von Wirklichkeit? Mit ihrer Ausstellung „Public Realities – Urban Fictions“ hinterfragen Studierende der Muthesius Kunsthochschule, wie sich die Stadt jenseits ihrer gewohnten Ordnung denken lässt. Dazu verwandeln sie ab Mittwoch, 19. November, eine stillgelegte Spielhalle im CAP Erlebniscenter Kiel für mehrere Monate in einen temporären Ausstellungsraum. Mit ihren künstlerischen Medien reagieren die Studierenden auf den besonderen Ort: zwischen Konsum und Leere, Realität und Fiktion. Die von Axel Loytved, Professor für Künstlerische Grundlehre im Studiengang Freie Kunst, kuratierte Ausstellung „versteht sich als Einladung, die Stadt nicht nur als funktionalen Raum, sondern als ein offenes Gefüge von Beziehungen, Bedeutungen und Möglichkeiten zu begreifen“, erklärt er.
Forschungsreise nach Las Vegas als Ausgangspunkt
Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine Forschungsreise nach Las Vegas: Dort haben Studierende der Muthesius Kunsthochschule im Frühjahr gemeinsam mit Prof. Axel Loytved urbane Phänomene wie Spektakel, Simulation und die Beziehung von Mensch und Umwelt untersucht. In den USA sind sie Künstler*innen und Studierenden der University of Nevada begegnet und haben mit ihnen kooperiert. Einige von ihnen tragen mit eigenen Beiträgen zur Ausstellung in Kiel bei. Neben den internationalen Perspektiven sind Arbeiten der Kieler Studierenden zu sehen: Aus ihren Erfahrungen während der Reise haben sich erste Skizzen und spontane Interventionen vor Ort entwickelt. Zurück an der Muthesius Kunsthochschule haben sie ihre Ansätze und Eindrücke weiterentwickelt.
Ausstellung in ehemaliger Spielhalle am Hauptbahnhof
„Die Ausstellung richtet den Blick auf das Unsichtbare im Sichtbaren – auf soziale Prozesse, ephemere Gebilde und virtuelle Räume, die unseren Alltag prägen“, erklärt Axel Loytved. So verstehe sich die Schau „als Einladung, die Stadt nicht nur als funktionalen Raum, sondern als offenes Gefüge von Beziehungen, Bedeutungen und Möglichkeiten zu begreifen“. Die ehemalige Spielhalle am Hauptbahnhof Kiel lässt sich als „Liminal Space“ bezeichnen: Es ist ein Raum, der einst der Unterhaltung und dem Konsum diente – ein Schwellenraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Funktion und Bedeutung.
Im Rahmen der Ausstellung wird am Mittwoch 28. Januar, um 17 Uhr im CAP Kiel Erlebniscenter, Schriftsteller und Kurator Hans-Christian Dany zu Gast sein. Er beschäftigt sich mit der Beziehung von generativen Sprachmodellen, Schreiben und Schizophrenie. Die Welt scheint sich in einem rasenden Umbruch zu befinden. Mit den Anwendungen der Künstlichen Intelligenz erleben Technologien einen Boom, die das, was Zukunft werden könnte, weiterhin aus den Daten der Vergangenheit als modifizierte Wiederholung recyceln. Warum mehr möglich wäre, könnte durch einen Spaziergang zwischen Spielkasino und den Möglichkeiten der Kunst vorstellbar werden. Hans-Christian Dany spricht in seinem Vortrag in der Ausstellung „Public Realities – Urban Fictions“ darüber. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung „Public Realities – Urban Fictions. Las Vegas / Kiel“ ist zu sehen im CAP Kiel Erlebniscenter, Kaistraße 54–56, 24114 Kiel. Sie ist geöffnet bis 7. Februar: jeweils montags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Die Ausstellung ist ein Projekt der Muthesius Kunsthochschule, kuratiert von Prof. Axel Loytved. Unterstützt aus Mitteln für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Kiel.
Öffnungszeiten
Zu sehen bis 7. Februar: jeweils montags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.
Veranstalter
Bildnachweis
Carole Flammang, Muthesius Kunsthochschule
