Schleswig-Holstein vier 2017

Schleswig-Holstein vier 2017

Schleswig-Holstein vier 2017. Erschienen im Oktober 2017.

Top-Themen der Ausgabe:

Henry Moore in Tønder und Seebüll. Besuchen Sie mit uns die große Ausstellung // Film “made in Schleswig-Holstein” // Poetry Slam und Spokenword // Stefan Schwarck trifft Arne Rautenberg // Frau Holle: Von der Vereinnahmung einer Märchengestalt

Editorial

Kristof_Warda_Chefredakteur_Kulturzeitschrift_Schleswig-Holstein
Kristof Warda, Chefredakteur

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich lade Sie herzlich ein, gemeinsam Grenzen zu überschreiten!

Besuchen Sie am 25. November mit uns die große Henry-Moore-Ausstellung im Kunstmuseet i Tønder und anschließend die aktuelle Ausstellung in der Nolde-Stiftung in Seebüll. Auch dort, im berühmten ”Nolde-Garten” befinden sich zur Zeit vier Skulpturen Moores. Eine Grenzübeschreitung: Die ersten Nicht-Nolde-Kunstwerke, die in Seebüll ausgestellt werden! Und gleichzeitig ein schönes Beispiel, wie zwei Kultureinrichtungen überdie Grenze hinweg zusammenabeiten. Alle Infos zu unserem Doppel-Ausflug finden Sie auf Seite 8.

Besagte Grenze verschob sich nun seit fast 100 Jahen nicht mehr, während sie in den Jahrhunderten zuvor sehr oft von Nord nach Süd und zurück wanderte – die Spuren dieser Wanderschaft waren meist blutig und ihr Ergebnis Hass. Ihre Durchlässigkeit aber änderte sich im Laufe der letzten 100 Jahre enorm. Während in den letzten Jahren Grenzkontrollen leider wieder verstärkt durchgeführt werden – der Grenzübertritt wieder sicht- und spürbar wurde – wächst die Grenzregion immer stärker zusammen. Zweisprachigkeit und Minderheitenidentität werden auf beiden Seiten als positiv, ja, als Gewinn wahrgenommen. Wir sollten aufpassen, dass das so bleibt.

In Vorbereitung des 100-Jährigen Jubiläums der deutschen Minderheit in Dänemark stellt Hauke Grella, Leiter der Deutschen Museen in Nordschleswig die ”Geschichte der Minderheit in 100 Gegenständen” vor. Dieses Mal eine alte Schulkarte Nordschleswigs – mit eingezeichneten Grenzen. Die Geschichte dazu finden Sie auf Seite 42.

Genre-Grenzen und Sprach-Barrieren sprengt der Poetry Slam. In den letzten Jahren hat diese Form des literarischen Wettstreits große Popularität in Schleswig-Holstein erlangt. Stefan Schwarck – selbst Autor und Poety Slammer – gibt uns ab Seite 26 Einblick in die Vielseitigkeit und Lebendigkeit der Schleswig-Holsteinischen Szene. Marianne Ehlers wirft ein Schlaglicht auf die Plattdeutsche Slam-Szene.

Stefan Schwarck ist es auch, der Arne Rautenberg getroffen hat – und zwar an dessen Lieblingsort – der Steilküste bei Stohl. Beides – den Literaten und dessen Lieblingsort – stellt er uns ab Seite 52 vor.

Dass Schleswig-Holstein auch eine rege Filmszene hat, zeigt uns Jessica Dahlke, Vorsitzende des Vereins Filmkultur Schleswig-Holstein e.V.. Ab Seite 22 macht sie aber auch deutlich,
dass noch viel strukturelle Arbeit nötig ist.

Und sonst?

Martin Lätzel stellt die Frage, ob wir uns heute noch mit Julius Langbehn, Mitte des 19. Jahrhunderts in Kiel aufgewachsen, später Autor des Buches „Rembrandt als Erzieher“ und Wegbereiter nationalsozialistischer Ideologie, beschäftigen müssen. Lesen Sie seine Antwort auf Seite 58. Karin Jaekel-Neumann vom Verein Theatermuseum Kiel e.V. präsentiert ein Bühnenmildmodell von Eckhard Reschat zur Kieler „Sweeney Todd“-Inszenierung aus dem Jahr 2001 (Seite 48). Zu den sogenannten Bildungsreisen seit der frühen Neuzeit gehörte auch der Besuch von Bibliotheken. Axel Walter von der Eutiner Landesbibliothek stellt uns ab Seite 36 einen in Lübeck haltmachenden Bibliotheksreisenden des 18. Jahrhunderts vor.

Das alles und noch viel mehr in Ihrer neuen Schleswig-Holstein. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken wünscht

Ihr

Kristof Warda

 

 

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