Frühjahr 2026

Frühjahr 2026 – Editorial

Chefredakteur Kristof Warda stellt die Ausgabe Frühjahr 2026 der Kulturzeitschrift Schleswig-Holstein vor.

Zwischen Armutsideal und Politik. Der Zisterzienserorden im Ostseeraum

Im 12. Jahrhundert prägte der Zisterzienserorden maßgeblich die kulturelle und kirchliche Durchdringung des Ostseeraums. Mit klaren Strukturen, architektonischen Leitbildern und einem weit verzweigten Netz von Klostergründungen verband er die nordischen Königreiche mit den Zentren Europas und schuf dabei ein geistiges Rückgrat für eine ganze Region im Wandel.

Dieter Pape. Ein Leben für die Kunst

Der Kunstpädagoge Dieter Pape ist seit Jahrzehnten im Kunst- und Kulturleben der Stadt Plön und weit darüber hinaus eine Instanz: als langjähriger Kunsterzieher am Staatlichen Internatsgymnasium Schloss Plön (heute Gymnasium Schloss Plön), der viele Schülergenerationen zu überragenden Leistungen geführt hat, und seit über 35 Jahren als einer der Kuratoren der Plöner-Sommer-Ausstellungen und des Kunstvereins Schwimmhalle Schloss Plön mit vielbeachteten Ausstellungen zur Kunst der Gegenwart. Zu seinem 90. Geburtstag im Herbst 2025 widmete der Kunstverein ihm selbst eine Ausstellung. Sie zeigt Dieter Pape auch als Künstler mit eigenen Werken und als Sammler von vorwiegend grafischen Werken namhafter Künstler, die er gemeinsam mit seiner Frau Barbara zusammengetragen hat. Vor allem aber würdigt sie ihn dafür, sein Leben so leidenschaftlich der Kunst gewidmet zu haben.
Interview von Ulrike Ohl

Boy Lornsen zum 30. Todestag. Von Steinen, Büchern und Himbeersaft

Boy Lornsen war ein Zukunftsdenker mit Augenzwinkern. Seine Werke machen noch immer Spaß und regen zum kritischen Denken an. Und sein Wirken steht exemplarisch für die erfolgreiche Verbindung zwischen tiefen regionalen Wurzeln und einer universellen Erzählkunst.

NUKLEUS Kiel

Das Kunstprojekt NUKLEUS Kiel begreift die Stadt als lebendigen Organismus: als Raum voller Schichten, Brüche und Resonanzen, in dem Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen. Über künstlerische Forschung, Intervention und Begegnung entstand ein Netzwerk aus Orten und Menschen, das Kiel als vibrierendes Gefüge zwischen Erinnerung und Zukunft, zwischen Unsichtbarem und Sichtbarem, zwischen Trauma, Potenzial und neuen Verbindungen neu lesbar macht.

Letj fröögels

neder…noch: weder…noch dülj: Geduld apdaage: auftauchen amdreit: umdreht Dat a rocht buken ään so tuflä, wan ‘am jo brükt, det haa ik jo al ans skrewen. Man jüst...

Robert Schads „Blickweit“: Linien im Land der Horizonte

24 Skulpturen an 22 Orten zwischen Nord- und Ostsee. „BLICKWEIT – Skulpturen für den Norden“ heißt das Projekt des Stahlbildhauers Robert Schad, das seit Herbst 2024 Schleswig-Holstein neu vermisst. Von Kristof Warda

Kaleidoskop von Idylle und Konflikt – Der Oluf-Samson-Gang in Flensburg

Der Oluf-Samson-Gang gehört zu Flensburg – wie das KBA, Flens oder Beate Uhse. Doch woher stammt der Ruhm dieser nur etwa 120 Meter kurzen Hafengasse, die in Flensburg liebevoll „Oluf“ genannt wird? Immerhin ist er die einzige Flensburger Hafengasse, die vollständig in ihrem überwiegend barocken Baubestand erhalten geblieben ist. Doch genügt das für die überregionale Berühmtheit?

Träume als Treibsatz – Polarforscher Arved Fuchs im Interview

Der Polarforscher Arved Fuchs war im vergangenen Sommer mit der Expedition „Ocean Change 2025“ auf der Ostsee, der Nordsee und dem Atlantik unterwegs. Seit vier Jahrzehnten reist er darüber hinaus immer wieder in die Polarregionen unserer Erde – im Interview schildert der Abenteurer seine Erlebnisse und Eindrücke.

Haus Peters: Ein Kolonialwarenladen präsentiert seine Geschichte

Es gibt sie noch, die Orte, an denen die Zeit stehengeblieben scheint. Das Haus Peters in Tetenbüll ist so einer. Im Kaufmannsladen mit seiner historischen Einrichtung umschmeicheln Düfte von Kaffee, Tee und Seifen die Nase. Hier scheint die Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts konserviert zu sein. Von Barbara Lingelmann und Hila Küpper

Günter Grass und die Suche nach dem verlorenen Ort

Was bleibt, wenn die erste Heimat nur noch in Sätzen existiert? Für Günter Grass war der schmerzhafte Verlust von Danzig kein Stillstand, sondern der lebenslange Motor eines gigantischen Werks, das in den Backsteingassen Lübecks seinen späten Anker fand. Zwischen politischem Zorn, der Weite der Ostsee und der ganz privaten Suche nach Geborgenheit begegnen wir einem Mann, der Weltliteratur schuf und doch der „Nobelpreisträger von nebenan“ blieb, wie die gleichnamige Ausstellung im Günter Grass- Haus zeigt. Von Kristof Warda

Die großen Sturmfluten an der Westküste (und was sie auslösten)

An vielen Orten entlang der 400 Kilometer Wattenmeerküste zwischen dem niederländischen Den Helder und dem dänischen Esbjerg stehen auf den Inseln und den Häfen...

Manfred Schlüter – Tanze nachts auf wilden Wellen

Abgesang Das Wasser Am Flutsaum aus: Manfred Schlüter, TANZE NACHTS AUF WILDEN WELLEN; Gedichte, Herausgegeben von Richard Pils, Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2025.    

Der Kurpark Malente – das jüngste Gartendenkmal in Schleswig-Holstein

Stolz präsentierte die Gemeinde Malente 1970 den neuen Kurpark auf der Titelseite ihres „Fremdenverkehr“-Prospektes (Abb. 1). In dem Aquarell war es dem Malenter Grafikdesigner...

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