Schleswig-Holstein sechs 2015

Schleswig-Holstein sechs 2015

Schleswig-Holstein sechs 2015. Erschienen im November 2015.

Top-Themen:

Kulturorte: Die Waldkapelle Neuwühren und ihre Professorenpredigten // Pure Fruit: Vier für die Neunte Kunst // Dorfkultur – eine schwarzbunte Skizze // Nedderdüütsch Theater – uns Arvdeel un uns Kultur //

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

der November ist grau und unschön, Naturwissenschaft und Religion sind sich natürliche Feinde, am Stammtisch im Münchner Wirtshaus wird selbstverständlich boarisch g´redt, und außerdem ist Heimat da wo man  herkommt. Das weiß doch jeder.

Ist das wirklich so? Unsere rasch formulierten Wahrheiten und schnell gefällten Urteile machen das Leben nur scheinbar einfacher. Sie werden sogar zur Bürde, wenn sie ständig mit der komplexen und widersprüchlichen Realität konfrontiert aufrechterhalten werden wollen. In der Realität geht nämlich mehr zusammen als der sogenannte „gesunde Menschenverstand“ gemeinhin vermuten lässt. Unser Titelbild zeigt einen Novembermorgen am Plöner See, unweit unserer Redaktion in Bosau. Und auf den Seiten 28, 29 entdecken sie eine weitere Novemberimpression vom Plöner See. Grau und unschön?

Auch Jana Schmidt von der Stiftung Naturschutz zeigt uns ab Seite 62 die schönen Seiten der Jahreszeit auf.

Rolf-Peter Carl schildert uns die Geschichte der Professorenpredigten in der Waldkapelle Neuwühren – gerade Naturwissenschaftler verbinden hier in regelmäßigen Vorträgen ihre Disziplinen mit der Religion (Seite 20). In Lochham bei München trift sich allmonatlich eine Gruppe Plattschnacker im Wirtshaus Pschorrhof zum Stammtisch. Wir haben den Initiator Wolhardt Sauerbrey gefragt, wie es dazu kam (S. 52).

Martin Lätzel ana[b]logt dieses Mal darüber, sich stärker mit der eigenen Kultur auseinanderzusetzen und so die Voraussetzung für ein Miteinander der Kulturen zu schafen (S. 15). Birthe Dierks macht sich Gedanken über „Dorfkultur“ – nicht schwarzweiß sondern schwarzbunt (S. 36)! Und Michael Ritter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege macht auf Seite 66 klar, dass Heimat kein statisch-unveränderliches Produkt der Geschichte ist.

Und Außerdem?

Marianne Ehlers stellt das Niederdeutsche Theater vor, das in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen ist (S. 40). Welf-Gerrit Otto spürt der besonderen Geschichte der Probstei nach. Den ersten Teil finden Sie auf Seite 58, den zweiten gibt es das nächste Mal. Ein gutes Stück Geschichte findet sich auch in einer Seitengruft des Schleswiger Doms. Felix von Campe hat sich den Sarkophag des Reitergenerals Carl von Arenstorf näher angeschaut (S. 54).

Das alles und noch viel mehr in Ihrer neuen Schleswig-Holstein.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken wünscht
Ihr
KRISTOF WARDA

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Wir möchten unsere redaktionelle Qualität für Sie weiter steigern und unsere Reihe der Atelier- und Theaterbesuche verstetigen. Dafür erbitten wir uns etwas mehr Zeit für Recherche und Vorbereitung und haben uns entschlossen, die Schleswig-Holstein ab 2016 fünf Mal erscheinen zu lassen: Vier „reguläre“ Ausgaben im Jahr werden durch ein umfangreiches Themen-Heft ergänzt.

 

Das gesamte Inhaltsverzeichnis finden Sie ab Seite 4 der Vorschau. Blättern Sie mal rein …:

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