Von Klanggrenzen und Provinzlärm. Der Komponist Gerald Eckert

Gerald Eckerts Schaffen ist vielseitig. Als interdisziplinärer Komponist erforscht er Grenzzustände von Klang und Farbe; als Dirigent und Cellist bringt er Werke Neuer Musik zur Aufführung, als mathematisch geprägter, philosophisch geschulter Theoretiker untersucht er musikalische Phänomene und als Mitinitiator von Festivals bringt er Schleswig-Holstein auf die internationale Landkarte für Neue Musik.

Ein Besuch in Eckernförde, Mitte Februar 2019.

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Kristof Warda

Gerald Eckert wurde 1960 in Nürnberg geboren, studierte Mathematik, Violincello und Dirigieren in Erlangen und Nürnberg sowie anschließend Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Im Jahr 2000 kam er durch ein Stipendium am Künstlerhaus Otte 1 erstmals nach Eckernförde. Zusammen mit seiner Frau, der Flötistin Beatrix Wagner, initiierte er hier regelmäßige Konzerte für Neue Musik, aus denen ab 2007 das ProvinzLärm-Festival hervorging. Beatrix Wagner und Gerald Eckert waren außerdem Mitinitiatoren des Chiffren-Festivals 2006 in Kiel. Ebenfalls mit Beatrix Wagner gründete Eckert das Ensemble Reflexion K. Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, Preise und Stipendien, unter anderem den Gulbenkian-Preis/Portugal, den Kranichsteinpreis Darmstadt, den Komponistenpreis Bourges/Frankreich und Stuttgart, Stipendienaufenthalte im Centro Tedesco in Venedig, in der Villa Serpentara in Rom, der Villa Aurora in Los Angeles.

Von 2012 bis 2014 hatte er eine Professur für Komposition an der Chung-Ang-Universität in Seoul/ Südkorea inne. Er realisierte verschiedene Ausstellungen seiner Bilder, zu denen mehrere Kataloge erschienen. CDs erschienen unter anderem bei amnitus, col legno, NEOS und mode records. 2013 erschien über ihn die Monografie An den Rändern des Maßes. Der Komponist Gerald Eckert, herausgegeben von der Musikwissenschaftlerin und -publizistin Gisela Nauck.

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