Kontakt zu Deutschland halten – mit Jugendherbergen

Die Idee von Jugendherbergen ist verhältnismäßig neu. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts kam sie in Deutschland auf. Schnell fand der Gedanke Verbreitung und auch in Nordschleswig, innerhalb der deutschen Minderheit spielte man mit dem Gedanken, entsprechende Einrichtungen aufzubauen. Auch in dieser Angelegenheit war der nationale Gegensatz der Motor. Primäres Ziel und Zweck sollte es sein, eine Kontaktfläche zwischen Jugendlichen aus Deutschland und der deutschen Minderheit zu schaffen und damit die Verbindung zwischen Nordschleswig und Deutschland zu stärken.

Die ersten Jugendherbergen der Deutschen Minderheit

Schon 1925 gründete man in Hadersleben einen Ortsverein für das Jugendherbergswesen, gekoppelt an den deutschen Dachverband. Aber erst 1926 sollten die ersten Jugendherbergen eingerichtet werden. Die Räumlichkeiten der entstehenden Jugendherbergen waren anfangs provisorisch eingerichtet. Oftmals nutzte man auch Räumlichkeiten von den deutschen Schulen Nordschleswigs. So u.a. Räumlichkeiten der Alexandrinenschule in Tondern oder der deutschen Privatschule
in Broacker. Wo es möglich war, wechselte man später in besser geeigneten Räumlichkeiten. So ging es z.B. für die Jugendherberge in Tondern von der Alexandrinenschule in das Deutsche Haus in der Richtsensgade /Richtsenstraße. Dort war u.a. auch die Geschäftsstelle der Organisation, die dem Deutschen Jugendverband für Nordschleswig vorausgegangen war, untergebracht.

Auch in Sonderburg wurde ein Wechsel vollzogen. So war man vorher im Haus Adalbert in der Helgolandsgade, vor 1920 Adalbert Straße, untergebracht. Wohl im Jahr 1931 zog man mit in die neugeschaffene deutsche Privatschule, am Ringreiterweg Nr. 13 (Ringridervej). Heute noch ist das Gebäude Heimat für einen von zwei Kindergärten in der Stadt Sonderburg. Die Spendenbüchse und das Schild des Reichsverbands Deutscher Jugendherbergen stammen beide von der
Jugendherberge am Ringreiterweg.

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Hauke Grella,
Leiter der Deutschen Museen Nordschleswig

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