Schleswig-Holstein Ausgabe zwei 2015

Schleswig-Holstein Ausgabe zwei 2015

Schleswig-Holstein Ausgabe zwei 2015. Erschienen im März 2015.

Top-Themen:

Mehr Raum für aktuelle Kunst // “Was wir machen macht sonst keiner” Der Speicher Husum prägt das Kulturleben in Nordfriesland // folkBaltica 2015 // Nordschleswig/Nordslesvig-Südschleswig/Sydslesvig // Die Struensee-Affäre // Mit Zugpferden in die Zukunft der Landwirtschaft? //

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Förderung muss auch bedeuten, eine funktionierende Gesprächskultur zu schaffen …“, sagte Kurator Sönke Kniphals letztes Jahr in unserem Gespräch zur Regionale 2, der Kunstausstellung der Landesstipendiaten (4/2014). Der Satz wirkte nach. Gemeinsam machten wir uns Gedanken, wie eine solche Gesprächskultur aus dem Zwei-Jahres-Rhythmus der Regionale ausbrechen und verstetigt werden könnte. Ergebnis: Ein Arbeitskreis mit dem Ziel, Raum zu schaffen für aktuelle Kunst in, aus und über Schleswig-Holstein, und dieser Kunst eine entsprechende Kunstkritik zur Seite zu stellen.

Den ersten Raum dafür gibt es jetzt: Ab dieser Ausgabe stellt die Kulturzeitschrift dem Arbeitskreis regelmäßig Seiten zur Verfügung. Wir können sehr gespannt sein, was uns darauf erwartet, welche Künstler wir hier kennen lernen werden und welche Debatten sich entspinnen werden. Zum Auftakt aber erst mal ein bisschen Theorie. Sönke Kniphals legt uns ab Seite 6 die Grundgedanken des Arbeitskreises dar.

Kultur braucht Raum! Diesen zu schaffen, zu pflegen und zu erhalten ist eine wichtige Aufgabe. Wie diese Aufgabe in Husum aktiv gelebt wird, schildert uns Rolf-Peter Carl. Er stellt uns ab Seite 22 den Speicher Husum vor. Und ganz nebenbei zeichnet er dabei den langen Weg der soziokulturellen Zentren von den „Schmuddelkindern der Kulturpolitik“ hin zu ihrer Anerkennung als förder- und erhaltungswürdige Institutionen nach. Seit über 30 Jahren ist der Speicher Husum ein unentbehrlicher Ort für Kultur und ein Treffpunkt für die Menschen der Region.

Zum Treffpunkt für das Dorf avanciert ist das alte „Sprüttenhus“ in Nübbel. Die Hütte ist voll, wenn der SHHB-Ortsverein hier jeden zweiten Freitag zum Klönschnack lädt. Welf-Gerrit Otto
geht ab Seite 56 dem Nübbeler Erfolgsgeheimnis auf den Grund. „Heimat“, so stellt er fest, „das sind in erster Linie die Menschen.“

Und außerdem?

Ein tierisch gutes Exklusiv-Interview mit „Greta“ auf Seite 67. Mit Zugpferden in die Zukunft der Landwirtschaft? Klaus Strüber beschreitet diesen Weg schon. Die dafür nötigen Maschinen baut er sich einfach selbst. Die Berliner Kulturanthropologin Andrea Vetter hat ihn auf seinem Hof besucht (S. 60). Harald Haugaard, der künstlerische Leiter des Festivals, erzählt uns die Geschichte hinter dem diesjährigen FolkBALTICA-Motto Musik zwischen den Meeren (S.32). Und natürlich wollen wir wieder mit Ihnen ins Theater. Wohin uns unsere Entdeckungsreise diesmal führt, erfahren Sie auf Seite 30.

Das alles und noch viel mehr in Ihrer neuen Schleswig-Holstein. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken wünscht Ihnen

Ihr
KRISTOF WARDA

 

 

 

Das gesamte Inhaltsverzeichnis finden Sie auf Seite 5 der Vorschau. Blättern Sie mal rein …:

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