Brombeere – Rubus sectio Rubus

Ihre Vielfalt ist beträchtlich. Mehr als zweitausend Arten zählt die Sektion Brombeere aus der Pflanzengattung Rubus allein in Europa. Weltweit sind die Vertreter dieser Abteilung des Pflanzenreichs Legion.Es handelt sich bei den Brombeer-Arten unserer Region sowohl um wintergrüne als auch um winterkahle Sträucher, die allesamt der Familie der Rosengewächse zugerechnet werden. Charakteristisch sind die schnell wachsenden Ranken, die mit Stacheln bewehrt, innerhalb kürzester Zeit eine undurchdringliche Wildnis hervorbringen. Allerdings ist den einzelnen Zweigen im Gegensatz zur ausdauernden Pflanze nur eine zweijährige Lebensdauer beschieden. Nach ihrer Überwinterung bringen die Ranken ausschließlich Blüten und anschließend Beeren hervor und machen im Herbst frischem Grün Platz.

Die gezähnten Laubblätter der Brombeere sind wechselständig angeordnet und in Blattstiel und Blattspreit gegliedert. Im Frühling und frühen Sommer bilden sich die traubigen oder rispigen Blütenstände, deren zwittrige Einzelblüten von radiärsymmetrischer Gestalt und heller Farbe sind. Die blauschwarzen Früchte reifen im Spätsommer. Botanisch betrachtet handelt es sich bei ihnen allerdings keineswegs um Beeren, sondern um Sammelsteinfrüchte. Brombeeren sind Spreizklimmer, die mittels ihrer Stacheln viele Meter in die Höhe klettern, wenn sich ihnen dazu eine entsprechende Gelegenheit bietet, etwa in Form von Zäunen, Mauern oder Gehölzen.

Brombeeren finden sich weltweit in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel. Sie bevorzugen sonnige und halbschattige Lagen und sind hinsichtlich des Untergrunds nicht allzu wählerisch.

Mythos

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Welf-Gerrit Otto
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