Mit Zwangsübersetzungen zurück in die Zeit der Konflikte?

Im Oktober 2020 stellte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen ihr Programm für das Parlamentsjahr 2020/21 vor. Dabei war auch ein kurzer Hinweis darauf, dass ein Gesetz geplant sei mit dem Ziel, größere Offenheit zu schaffen, wenn es um Predigten in anderen Sprachen als Dänisch geht.

Das Gesetz richtet sich ursprünglich gegen islamische Hassprediger, würde aber höchstwahrscheinlich hunderte von englischsprachigen christlichen Gemeinden betreffen, die Grundrechte der Bevölkerungen Grönlands und der Färöer verletzen, die traditionsreiche Zusammenarbeit der nordischen Länder behindern und die kirchliche Arbeit der deutschen Minderheit in Frage stellen.

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Harro Hallman
Leiter des Sekretariats der deutschen Minderheit in Kopenhagen