Dienstag, 29. November 2022

Miast auerhiard

KulturzeitschriftMiast auerhiard

auerhiard: überhört
welkeeren: Fahrradfahren
sai: sagen
parlen: Perlen
stak snaak: Gespräch
suragt: gesorgt
uurdial: Urteil
spriak: Sprache

Wat jaft at beeders, üs onerwais tu weesen an lidj tu belukin an tu beluurin! An miast noch beeder as at, wan ham bi’t welkeeren för en kurten uugenblak ferstun koon, wat öödern jüst tuenööder sai. Diarmad san nemelk uf an tu ans rocht parlen tu finjen, wat ham amsunst ap- an mänem mut.
En all-time-favourite faan mi as en stak snaak, wat ik bi a Dreiecksplatz uun Kil mähiard haa: Diar saad en wüf saad tu hoker: „Du kennst doch noch Dieter? Der immer so gut angezogen rumläuft, mit Anzug und so? Ja, der ist ja jetzt auch tot.“ Hat saad det so, üs wan at irgenthü kausaal tuuphinget, dat Dieter leewen fein uuntaanj an nü duad wiar. Of sogoor, üs wan’r mä sin aptaaklin salew diarför suragt hed, dat hi nü ei muar mad üs as. Traagik an koomik gung jo fölsis hun uun hun.
Interesant diarbi as jo at fraag, hü at leederhen widjergongt mä jo lidj. Min koleeg Antje (wat imer min teksten trochluket, föl soonk!) hää ans uun a Holtenauer Struat en maan an en wüf mäenööder sen, hi uun fein büürokluaser. A maan öösemt jip iin an saad: „Ich werde Sie immer als Mutter meiner Kinder im Herzen behalten, aber …“ an do wiar’s wech! Hat wul gliks bääftefter, man as dach widjerlepen. Hü det stak wel ütjging?

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Tekst an bil: Dr. Wendy Vanselow, CAU Kiel, in Zusammenarbeit mit dem Nordfriisk Instituut.

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