Martin Lätzels Ana[B]log

KulturzeitschriftMartin Lätzels Analog

An dieser Stelle analysiert, kommentiert, moderiert und pointiert Autor und Publizist Martin Lätzel kulturelles Geschehen im Lande, schreibt auf und nieder, was ihm so in den Sinn kommt oder über den Weg läuft.

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Weitere Artikel

Identitätsfragen im Opernspielplan

"Alte weiße Stücke“ – eine überraschend und vermutlich unerwartet ehrliche Einschätzung des eigenen Opernrepertoires, die die Oper Kiel als Titel für ihren Thementag ausgesucht hatte. Ulrich Frey, leitender Dramaturg der Oper Kiel, blickt auf den Umgang mit „divers gelesenen“ Opernfiguren in den Inszenierungen am eigenen Haus und reflektiert dabei auch den eigenen Standpunkt.

Glücksfall und Herausforderung für Lübeck: Die Afrikasammlung Muhlack

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hütete Bernd Muhlack (1937-2020) jahrzehntelang eine der letzten großen privaten Afrikasammlungen Deutschlands in seiner Wohnung unweit des Kieler Hauptbahnhofes. Mit seinem überraschenden Tod gingen diese 3.655 Masken, Skulpturen, Waffen, Textilien und Gemälde in den Bestand der Lübecker Völkerkundesammlung über und können daher einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das macht etwas mit mir … Perspektive aus dem Orchestergraben

Der Lüneburger Oboist und Aktivist Tsepo Bollwinkel appelliert an das Opernpublikum, die eigene Perspektive zu hinterfragen und den Narrativen der rassistischen Erzählung nicht mehr zu folgen.

Hinrich Kruse. Der „Hemingway des Niederdeutschen“

Er war Sammler von niederdeutschen Volksgeschichten, Herausgeber, Hörspielautor. Vor allem aber als Verfasser von Kurzgeschichten und Gedichten fand er eine ganz eigene Sprache. Hinrich Kruse (1916-1994) gelang ein für die niederdeutsche Dichtung seltener Brückenschlag zwischen Traditionalismus und Zeitkritik – und gilt heute als bedeutendster niederdeutscher Autor des 20. Jahrhunderts. Sein multimedialer Nachlass befindet sich in der Handschriftensammlung der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek.

Artikel aus den letzten Ausgaben

Shit in – shit out. Kultur und künstliche Intelligenz

Fast jede Rede beginnt momentan mit dem Satz: „Ich habe mal bei ChatGPT nachgefragt“. Meistens wird die Äußerung begleitet von einem verschmitzten Lächeln. So, als hätte man etwas Verbotenes gemacht. Das ist vermutlich der Reiz der neuen Entwicklung. Sie ist neu und für Laien unverständlich, außerdem wird sie heiß diskutiert. Da bekommt die Anwendung etwas Konspiratives.

Anna Ulmer: holdon

Außenmöbel/Design, Stadtgebiet

Grundlage für Diversität ist, Diskriminierung sichtbar zu machen

Mirrianne Mahn, Referentin für Diversitätsentwicklung des Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, stellt klar, dass Diversität nicht erreicht werden kann, ohne den Blick auf Diskriminierung zu richten.

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, die Ereignisse der ersten Jahreshälfte 2020 und ihre Folgen werden wahrscheinlich das bevorstehende Jahrzehnt prägen. Während...

Die Konstruktion von „Rasse“ auf Opernbühnen. Eine Bestandsaufnahme

Theater- und Musikwissenschaftler*in Daniele G. Daude legt offen, wie „Rasse“ auf der Opernbühne konstruiert wird und schlägt eine auf den Körper fokussierte Technik zur Opernanalyse vor, die auch die vorausgesetzten Regelsysteme und zugrunde liegenden gesellschaftlichen Werte und Normen miteinbezieht.

Vier Wege zur Kunst im Skulpturenpark Schloss Gottorf

Mit informativen Texten und anspruchsvollen Fotos ist KUNST@SH ein Wegweiser zu 1200 frei zugänglichen Kunstwerken kreuz und quer durch...

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Ob als freie Schauspieler, feste Ensemblemitglieder oder als Regisseure. Ihre Absolvent*innen bereichern die Theaterszene nicht nur in Kiel und im Land. Rolf Peter Carl stellt die einzige Schauspielschule in Schleswig-Holstein vor.

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Gut Panker: Vom Rittersitz zur Gutsgemeinschaft

Panker heute – das ist eine Gemeinde im Landkreis Plön, Amt Lütjenburg, 22.76 qkm, etwa 1500 Einwohner. Das gewöhnliche gelbe Ortsschild lässt von einem „Gut“ Panker nichts erkennen, aber der interessierte Tourist stößt...

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Die Nordsee zeigt sich von ihrer besten Seite, als der junge Mann den Dampfer besteigt, um auf die in der weiten See liegende Insel, um nach Hause zu fahren. Auf dem Schiff trifft...

Heimat. Begriff und Gefühl – am Beispiel der Gebrüder Grimm

Der Begriff "Heimat", wie wir ihn heute benutzen, entwickelte sich erst in der Romantik, seit Ende des 18. Jahrhunderts.

Kirsten Boie und der Glaube an den Apfel

Ihr erstes Buch erschien 1985. Inzwischen hat Kirsten Boie und Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Doch auch als vehemente Fürsprecherin für die Rechte von Kindern als Leser*innen setzt sie sich ein und wurde 2011 für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im März 2020 wird sie 70 Jahre alt.