2026Fr06nov19:0022:00Kiel: ANNA LENA STRAUBE Love over Gold (Illusion des Fragments)Ausstellungseröffnung mit Augustin M. Noffke RubrikGesellschaft und Geschichte, Kunst VeranstaltungsartEröffnung, Vernissage / Finissage Diese Veranstaltung ist …kostenlos RegionFlensburg / Nordfriesland / Schleswig-Flensburg, Hamburg, Kiel / Rendsburg-Eckernförde, Pinneberg / Steinburg / Dithmarschen

Zeit

6. November 2026 19:00 - 22:00(GMT+01:00)

Veranstaltungsort

Galerie RAINER GRÖSCHL

Holtenauer Straße 59, 24105 Kiel

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Details

ANNA LENA STRAUBE
Love over Gold (Illusion des Fragments)

Eröffnung am 06. Nov. um 19:00 Uhr
Einführung: Augustin M. Noffke
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Teil 1: „Cradle of Continuance“
Den Auftakt macht am Donnerstag, den 5.November 2026, die Eröffnung im historischen Ambiente des Bunker-D.
Anna Lena Straube bespielt die rohen Betonräume für ein Loslassen der malerischen Sicherheit. Das Spannungsfeld einer komplexen inneren Bewegung wird sichtbar: zwischen filmischer Figuration und abstrakten Kabinettstücken inszeniert Straube den Fortbestand von Zeit und Erinnerung als ein Schaukeln zwischen den Gegensätzen.
Inspiriert von der verborgenen, alles verbindenden Struktur biologischer Myzel-Netzwerke, fungieren die abstrakten Arbeiten hier als das rohe Laboratorium – die Wiege (Cradle), aus der die femininen Szenen und kollektiven Erinnerungen der Großformate entwachsen.
Es ist der tastende, prozesshafte Versuch, einen unzerstörbaren Kern abseits linearer Zeit einzufangen.

Part 2: Love over Gold (Illusion des Fragments)

Am Freitag, den 6. November 2026, folgt der zweite Werkzyklus in der Galerie Rainer Gröschl. Erstmals wendet sich Straube hier einer mythologischen Erzählung zu: der Nibelungen-Sage. Jenseits landläufiger Heldenepen seziert sie das archaische Muster von Machtstreben, Misstrauen und patriarchaler Machtausübung. Inspiriert von der Bildsprache aus Fritz Langs Stummfilm-Klassiker, wählte Straube historische Motive als Projektionsfläche.
Mit aufgehitzten Farben, monumentaler Statuarität und fotorealistischen, suggestiven Augenpaaren, die an die Ausdrucksstärke der Stummfilmzeit erinnern, transformiert sie die Gesichter der Protagonisten in Masken zwischen Erstarrung und Entäußerung. Blutrote Farbspritzer evozieren in den Hintergründen Destruktion und das Entstehen kollektiver Traumata. Demgegenüber plädiert Straube – frei nach dem gleichnamigen Song der Band Dire Straits – für „Love over Gold“: für Liebe, Vertrauen und Offenheit.
Zwei Räume, ein System:
Was beide Welten zusammenhält, ist das Wechselspiel von Ursache und Wirkung in einer Welt, in der alles mit allem verstrickt ist. In dieser allumfassenden Verbundenheit offenbart sich das Fragment als reine Illusion: Während „Love over Gold“ mit der Wucht einer geschlossenen malerischen Setzung das Scheitern von Macht seziert, sucht „Cradle of Continuance“ im stilistisch offenen Laboratorium nach dem verbindenden Kern, der diesen Zusammenbruch überdauert.
Erst im Durchschreiten beider Kunstorte schließt sich der Kreis.

Bildnachweis

Anna Lena Straube

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