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2026Fr06novganztägigSo11aprNeumünster: FADENSCHEINIG. Fast Fashion im FokusAusstellung im Museum Tuch Technik zeigt Folgen des Modekonsums RubrikKunst VeranstaltungsartAusstellung Diese Veranstaltung ist …barrierefrei zugänglich RegionHerzogtum Lauenburg / Stormarn / Segeberg / Neumünster

Zeit

6. November 2026 - 11. April 2027 (ganztägig)(GMT+01:00)

Veranstaltungsort

Tuch + Technik Textilmuseum Neumünster

Kleinflecken 1, Neumünster 24534, Deutschland

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Details

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken, Umweltverschmutzung und textile Müllberge in Ländern wie Ghana und Chile: Die Auswirkungen des Phäno-mens „Fast Fashion“, bei dem Modetrends rasant designt, zu extrem niedrigen Preisen produziert und in kurzen Zyklen verkauft werden, sind immens. Die Ausstellung FADENSCHEINIG, die das Museum Tuch Technik vom 6. November 2026 bis 11. April 2027 zeigt, setzt sich sowohl künstlerisch als auch auf informativer Ebene mit den zerstö-renden Folgen unseres Mode- und Kleidungskonsums auseinander.
Künstler*innen zeigen Arbeiten, die zum Nachdenken anregen sollen und die uns auffor-dern, der Frage nachzugehen, wie wir unseren Kleidungskonsum minimieren können. Zu sehen sind zum Beispiel Web- und Filzarbeiten, Objekte aus ausgedienten Schuhen und Fotoarbeiten zum Ausstellungsthema. Auch Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule Neumünster sind mit einer künstlerischen Arbeit vertreten: Sie ver-arbeiten gebrauchte Jeans zu Objekten und Kleidungsstücken.
Darüber hinaus informiert die Ausstellung über die Hintergründe der „Fast Fashion“: Bereits die Herstellung der Billig-T-Shirts, der Masse an Fast Fashion, läuft unter prekä-ren Arbeitsbedingungen, verbraucht Wasserressourcen und verschmutzt die Umwelt. Viele Textilien sind mit krebserregenden Schadstoffen kontaminiert und bestehen aus Polyesterstoffen, die als Mikroplastik im Meer landen. Ein großer Anteil der Fast Fashion wird als Paket verschickt. Etliche dieser Pakete gehen zurück und werden meist entsorgt. Eine Praxis, die in der Europäischen Union zwar verboten, deren Kon-trolle aber unklar ist. Bilder aus der Atacamawüste und von der Küste von Ghana zeigen die Flut von Altkleidern, die aus Europa, Nordamerika und Asien in den Globalen Süden verschifft und zu Müllbergen werden.
Das Museum Tuch Technik macht mit den Angeboten zur Ausstellung ebenfalls auf das Thema aufmerksam. Alle Informationen und Anmeldung auf www.tuchundtechnik.de

Öffnungszeiten

DI-FR 9 bis 17 Uhr; Sa und So 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Bildnachweis

Foto: Petra Genster