Zeit
Veranstaltungsort
Galerie Atelier III
Rantzau 11, 25355 Barmstedt
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In der kommenden Schau spielen der Lebensrhythmus eine zentrale Rolle: In farbgewaltigen, dynamischen, teils großformatigen und expressiven Werken präsentiert die Hamburger Malerin Lillemor Mahlstaedt ihre allerjüngsten Arbeiten. Der letzte Tanz,
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In der kommenden Schau spielen der Lebensrhythmus eine zentrale Rolle:
In farbgewaltigen, dynamischen, teils großformatigen und expressiven Werken präsentiert die Hamburger Malerin Lillemor Mahlstaedt ihre allerjüngsten Arbeiten.
Der letzte Tanz, bevor der neue Tag anbricht – eine letzte Drehung, bevor die Sonne aufgeht: das ist der „Abtanz“.
Bei der Malerin Lillemor Mahlstaedt führen Apfelschalen einen magischen Tanz, ein Schalenballett, auf. Die Künstlerin geht nahe heran und verfolgt die Drehungen der Schalen, die sich aus einem dunklen, unbestimmten Raum ins Licht winden. Farbschicht über Farbschicht nehmen sie – oftmals auf experimentellen Hintergründen – Gestalt auf, winden sich umeinander und vollführen einen plastischen Tanz.
Ein Motiv, das im Alltag oft gesehen, aber selten in dieser Tiefe und innehaltenden Bewegung wahrgenommen wird.
Farbe, Licht und Bewegung sind die Kernthemen der Malerin, die sie in der Verschränkung von experimenteller und realistischer Malerei zum Ausdruck bringt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich der Vergänglichkeit: In ihrer Fotoserie „Zweites Leben“ rückt Lillemor Mahlstaedt verblühte Tulpen, Pfingstrosen und Taglilien in den Fokus. Durch die Inszenierung dieser floralen Motive als „Solisten“ schenkt die Künstlerin ihnen einen ungewöhnlichen Auftritt. Abseits der klassischen Blütezeit offenbaren die vertrockneten Pflanzen eine unerwartete Ästhetik und eine ganz eigene, berührende Schönheit im Verfall – ein Prozess, den sie nicht als Ende, sondern als Quelle ästhetischer Kraft inszeniert.
Im Zentrum von Lillemor Mahlstaedts Schaffen steht der geschärfte Blick auf das Alltägliche. Die Künstlerin widmet sich scheinbar vertrauten Sujets, blickt hinter deren Oberfläche und unterzieht sie einer tiefgründigen Neuinterpretation. Sie fängt den flüchtigen Moment des Wandels ein und macht die stille Poesie des Vergehens in ihren vor Lebendigkeit sprühenden Arbeiten sicht- und spürbar.
Vernissage am Samstag 5. September um 14 Uhr
Grußworte:
Andrea Siedenhans, Kulturausschussvorsitzende der Stadt Barmstedt
Einführung in die Kunstausstellung:
Karin Weissenbacher im Künstlergespräch mit Lillemor Mahlstaedt
Musik:
Marcia Lemke – Kern (Sopran) und Eva Barta (Klavier) singen und spielen ausgewählte Stücke im Dialog zu den Arbeiten.
Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 14 bis 18 Uhr | Samstag und Sonntag 12 bis 18 Uhr, Führungen nach Vereinbarung
Veranstalter
Bildnachweis
Karin Weissenbacher

