2026Di03novganztägigFr27ALLES FLIEßT !Auf der Spur der Fliesen nach und in Nordfriesland als Form der seriellen Kunst RubrikGesellschaft und Geschichte, Handwerk, Kunst VeranstaltungsartAusstellung Diese Veranstaltung ist …digital, Für Kinder geeignet, kostenlos RegionFlensburg / Nordfriesland / Schleswig-Flensburg

Zeit

3. November 2026 - 27. November 2026 (ganztägig)(GMT+01:00)

Veranstaltungsort

Wunderkammer auf 5m² Ehem. W.D.R. Flaggenhäuschen Am Binnenhafen 25938 Wyk/Föhr Kontakt Andreas Petzold 0151 750 89 281 www.kunsteins.de/5m

Am Binnenhafen, Wyk 25938, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland, Wyk, Deutschland

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Details

ALLES FLIEßT

versucht der Spur der Fliesen nach und in Nordfriesland als Form der seriellen Kunst auf 5m² in fünf Zoll oder 13x13cm im Quadrat nachzugehen und in die Neuzeit zu transformieren.

Fliesen (fliisen; Blankstian; niederländisch:tegels) zieren auch 2026 noch die Wände vieler alter und auch neuer Friesenhäuser. Etwa im 18. Jahrhundert werden die Fliesen, die lange fälschlicherweise „Delfter Kacheln“ bezeichnet wurden, in Nordfriesland eingeführt und gebräuchlich. Es waren Fayencen-Platten aus den Niederlanden in einer Standardgröße von fünf Zoll oder 13×13 cm. Der Begriff Kachel beschreibt dabei eigentlich umgangssprachlich die Keramikplatten für einen Kachelofen.

Versucht man die Historie als Kurzfassung heranzuziehen, liegen die Anfänge der Fliese im mesopotamischen Zweistromland und verbreiteten sich dann über Spanien und der italienischen Stadt Faenza, die zur Namensgeberin Fayence wurde, auch über den Rhein als Transportweg bis zur Nordsee. Die technische Geschichte der Fliese beginnt ursprünglich mit Ziegeln. Luftgetrocknet oder gebrannt dienten sie im alten Ägypten um etwa 2000 vor Christus schon als einfacher Fußboden. Zwischen Mesopotamien, Persien und Indien wurden sie später glasiert als Wanddekoration genutzt. Um 1510 begannen italienische Fayencenmacher in Antwerpen mit der Fliesenherstellung, die sich dann über Rotterdam, Utrecht, Amsterdam und auch Delft ausweitete. Es ist schließlich eine Geschichte zwischen Funktion und Repräsentation geworden.

Wenn im Herbst die Saison auf den niederländischen Handels – und Walfangschiffen zu Ende ging, nutzten die Föhrer Kapitäne und Kommandeure die Gelegenheit Fliesen für die Dekoration und Repräsentanz ihre Häuser mitzunehmen. Manchen Fliesenmacher konzentrierten sich deshalb auch auf Schiffsmotive und fertigten auch sogenannte Schiffstableaus aus mehrere Fliesen, die ein ganzes Schiff darstellte. Aber auch thematische Reihungen sind Bestandteil der dekorativen Wandgestaltung. Die Fliesen wurden auch als Ballast zur Stabilisierung der Schiffe genutzt und kamen somit über den Seeweg nach Nordfriesland und auf die nordfriesischen Inseln.

Öffnungszeiten

24 Stunden

Bildnachweis

Atelier KUNSTEINS

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