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Teller, Kannen, Leuchter, Becher – grau, unscheinbar, oft abgegriffen. Die Sammlung des Dithmarscher Landesmuseums bewahrt Zinnobjekte aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Alltagsgerät aus bäuerlichen und bürgerlichen Haushalten der Region,
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Teller, Kannen, Leuchter, Becher – grau, unscheinbar, oft abgegriffen. Die Sammlung des Dithmarscher Landesmuseums bewahrt Zinnobjekte aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Alltagsgerät aus bäuerlichen und bürgerlichen Haushalten der Region, über Generationen genutzt, geflickt, vererbt. Ihre Oberfläche erzählt einiges: Eine eingeschlagene Marke etwa nennt oft Meister und Werkstattort. Vieles andere aber bleibt verborgen – allen voran, woher das Metall selbst stammte.
Die Ausstellung nähert sich diesem Wechsel aus Wissen und Lücke aus verschiedenen Perspektiven.
Eine Zeitleiste verfolgt Zinn als Material mit eigener Geschichte und Geografie: Von den ersten bronzezeitlichen Handelsnetzwerken über die Kannengießerzünfte des Mittelalters bis zum Konfliktmineral unserer Smartphones von heute.
Die Sammlungsobjekte des Dithmarscher Landesmuseums – Kaffeekannen, Kirchengerät, Leuchter und Schreibzeug, Teller und Krüge – erzählen über Gestaltung, Gravuren, Reparaturen und Schäden, wie das Material durch Küche, Kirche und Wohnstube ging. Für einen ganz eigenen Blick auf das Material sorgt eine Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule Kiel: Studierende der Fächer Produktdesign, Freie Kunst und Raumstrategien haben sich intensiv mit der Zinnsammlung des Museums auseinandergesetzt – mit den Nutzungsspuren, Gravuren und Reparaturstellen der historischen Objekte ebenso wie mit der Frage, was Zinn uns heute noch zu sagen hat. In der Ausstellung treten die studentischen Arbeiten in direkten Dialog mit den historischen Sammlungsstücken.
Öffnungszeiten
10.00 – 17.00 Uhr
Veranstalter
Bildnachweis
DLM

